Bei Level 183 hatte ich genau den Moment, den man bei Color Block Jam irgendwann kennt: Auf den ersten Blick sieht das Spielfeld nicht besonders schlimm aus, nach den ersten zwei Zügen ist aber plötzlich jeder freie Platz wichtig. Man schiebt einen Block zur Seite, glaubt damit Raum geschaffen zu haben, und stellt kurz darauf fest, dass genau dieser Raum für den nächsten Zug gebraucht wird. Gerade deshalb würde ich dieses Level nicht einfach durch hektisches Ausprobieren angehen.
Die aktuell auffindbaren Lösungen zeigen außerdem, dass Level 183 je nach Spielversion beziehungsweise Board-Variante unterschiedlich aussehen kann. Eine aktuelle Variante wird als dicht gepacktes Spielfeld mit nummerierten Blöcken beschrieben, bei dem zunächst der zentrale Bereich geöffnet wird; ältere oder andere Lösungsseiten zeigen dagegen lediglich ein Video ohne verwertbare Zugfolge.
Die folgende Anleitung bezieht sich auf die Variante, bei der die nummerierten Blöcke im Zentrum den größten Teil der Bewegung blockieren. Wenn dein Spielfeld deutlich anders aussieht, solltest du die Zugfolge nicht blind übernehmen. Bei Color Block Jam reicht schon eine veränderte Anordnung, damit aus einem guten Zug ein kompletter Neustart wird.
Warum Level 183 zunächst schwieriger wirkt, als es tatsächlich ist
Das Problem dieses Levels liegt weniger in einem einzelnen komplizierten Block als in der Reihenfolge. In der Mitte stehen mehrere nummerierte Elemente relativ dicht beieinander, während die farbigen Blöcke außen den verfügbaren Bewegungsraum begrenzen. Dadurch entsteht der typische Effekt: Ein Zug sieht lokal sinnvoll aus, verschlechtert aber die Position des gesamten Spielfelds.
Ich würde deshalb am Anfang nicht versuchen, möglichst viele Blöcke schnell aus dem Weg zu bekommen. Die bessere Frage lautet: Welcher Block schafft mir nach seinem Entfernen tatsächlich eine neue Bewegungsmöglichkeit? Genau diese Unterscheidung macht bei Level 183 den Unterschied.
Als erste Orientierung hilft die aktuelle Beschreibung des Levels: Dort wird ausdrücklich empfohlen, zunächst einen zentralen Bereich zu öffnen und danach die nummerierten Blöcke in Richtung ihrer Ausgänge zu bewegen. Als besonders wichtig werden dabei die Blöcke 5 und 9 genannt, die nach der ersten Öffnung relativ früh aus dem Zentrum herausgebracht werden können.
Der erste Zug: links Platz schaffen
Der Anfang ist der Teil, bei dem ich am wenigsten experimentieren würde. Auf der linken Seite befindet sich ein violetter Block, der zunächst mehr als bloß ein Hindernis ist: Er hält einen vertikalen Bewegungsweg geschlossen. Genau diesen Weg brauchen wir anschließend, um die zentralen nummerierten Blöcke nicht nur ein Stück zu verschieben, sondern tatsächlich aus ihrer engen Position herauszubekommen.
Schiebe deshalb den violetten Block auf der linken Seite zuerst aus dem Weg. Danach lohnt es sich, nicht sofort weiterzuschieben. Schau kurz auf die entstandene Öffnung. Sie ist der eigentliche Gewinn dieses Zuges. Der freie Bereich ermöglicht es, die Bewegungen im Zentrum wesentlich kontrollierter auszuführen.
Ein häufiger Fehler an dieser Stelle ist, anschließend irgendeinen gut erreichbaren Farbblock zu bewegen, nur weil er gerade frei liegt. Das sieht nach Fortschritt aus, bringt das Rätsel aber nicht unbedingt weiter. Bei dieser Variante sollte die neu geschaffene Öffnung direkt dafür genutzt werden, die zentrale Blockgruppe zu entlasten.
Jetzt kommt der entscheidende Teil im Zentrum
Nachdem die linke Seite geöffnet ist, verschiebt sich der Schwerpunkt des Levels in die Mitte. Hier würde ich nicht versuchen, die äußeren Farben möglichst weit nach außen zu drücken. Stattdessen geht es darum, die nummerierten Blöcke nacheinander aus ihrer eingeschlossenen Position zu lösen.
Besonders interessant sind dabei die zentralen Blöcke 5 und 9. Sobald der erste Weg frei ist, lassen sie sich in Richtung ihrer jeweiligen Ausgänge bewegen. Das klingt auf dem Papier banal, spielt sich aber etwas anders: Einer der beiden Züge schafft gleichzeitig Raum für den nächsten. Genau deshalb sollte man die beiden nicht als zwei voneinander unabhängige Aufgaben betrachten.
Wenn du beim ersten Versuch das Gefühl hast, dass ein Block zwar in Richtung Ausgang wandert, dabei aber einen anderen Weg verschließt, geh lieber einen Zug zurück. In Level 183 ist ein temporärer Rückzug kein verlorener Zug. Problematisch wird es erst, wenn man einen zentralen Block in eine Position bringt, aus der er nur noch über einen einzigen Weg herauskommt und diesen Weg anschließend selbst blockiert.
Die Reihenfolge im Überblick
| Phase | Was du erreichen willst | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| 1 | Linke Öffnung herstellen | Den violetten Block links zuerst aus dem Weg bringen |
| 2 | Zentrum entlasten | Die neu entstandene vertikale Bewegungsfläche nicht wieder zustellen |
| 3 | 5 und 9 herausführen | Die beiden zentralen Blöcke nicht unnötig gegeneinander verschieben |
| 4 | Oben links öffnen | Den grünen Block erst dann bewegen, wenn der zentrale Bereich ausreichend frei ist |
| 5 | Restliche Wege freigeben | Außen liegende Blöcke erst bewegen, wenn sie einen konkreten Weg öffnen |
Warum die Blöcke 5 und 9 nicht bis zum Schluss warten sollten
Das ist wahrscheinlich die wichtigste praktische Beobachtung für dieses Level. Man könnte meinen, die zentralen Zahlen seien die schwierigsten Elemente und sollten deshalb für später aufgehoben werden. Tatsächlich ist es bei dieser Board-Variante eher umgekehrt.
Solange 5 und 9 im Zentrum liegen, bleibt das Spielfeld kompakt. Jeder weitere Zug muss um diese Blöcke herum geplant werden. Sobald sie ihre Ausgänge erreichen, verändert sich die Situation spürbar: Die Mitte wird luftiger, und Bewegungen, die vorher unmöglich waren, werden plötzlich ganz normal.
Ich würde deshalb nach dem Öffnen der linken Seite nicht lange an den Randbereichen arbeiten. Erst das Zentrum entspannen, dann die Außenbereiche bearbeiten. Das spart nicht nur Züge, sondern verhindert auch, dass du dir selbst eine Sackgasse baust.
Der grüne Block oben links kommt später
Nachdem die zentralen nummerierten Blöcke aus dem Weg sind, richtet sich die Aufmerksamkeit auf den oberen linken Bereich. Dort sitzt ein grüner Block, dessen Position zunächst ebenfalls etwas ungünstig aussieht. Hier ist Geduld sinnvoller als Geschwindigkeit.
Der grüne Block sollte erst dann bewegt werden, wenn die zentrale Passage ausreichend frei ist. Wird er zu früh verschoben, kann er zwar kurzfristig Platz schaffen, gleichzeitig aber eine der Bewegungsbahnen wieder zustellen. In der beschriebenen Lösung ist gerade dieser Block einer der letzten Schritte, mit denen die verbleibenden Wege endgültig geöffnet werden.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, warum man bei Color Block Jam nicht ausschließlich nach dem Prinzip „Block in Richtung Ausgang“ spielen sollte. Ein Block kann an seinem aktuellen Platz scheinbar falsch stehen und trotzdem genau dort gebraucht werden, bis ein anderer Bereich des Spielfelds erledigt ist.
So würde ich Level 183 Zug für Zug angehen
Wenn du gerade vor dem Level sitzt und eine konkrete Orientierung brauchst, würde ich mich an folgende Abfolge halten. Zuerst wird links der violette Block entfernt, damit der vertikale Zugang geöffnet wird. Danach geht die Aufmerksamkeit unmittelbar ins Zentrum. Die nummerierten Blöcke, insbesondere 5 und 9, werden durch den nun vorhandenen Raum in Richtung ihrer Ausgänge geführt.
Wichtig ist dabei, nicht nach jedem einzelnen Zug automatisch den nächsten verfügbaren Farbblock anzufassen. Nach der Bewegung von 5 oder 9 sollte kurz geprüft werden, welcher Weg tatsächlich frei geworden ist. Manchmal entsteht der bessere Zug nicht dort, wo gerade Platz entstanden ist, sondern auf der gegenüberliegenden Seite des Zentrums.
Sobald die zentralen Elemente entfernt sind, wird der obere linke Bereich zugänglich. Jetzt kann der grüne Block bewegt werden, ohne dass du dir die zuvor geschaffene zentrale Passage wieder verbaust. Danach folgt der verbleibende Teil des Levels deutlich natürlicher. Die Lösung fühlt sich an diesem Punkt fast so an, als würde das Spielfeld von selbst aufgehen.
Genau diese Veränderung ist für mich ein gutes Signal: Wenn nach den ersten schwierigen Zügen plötzlich mehrere Blöcke gleichzeitig sinnvoll bewegbar sind, hast du die Struktur des Levels wahrscheinlich richtig erwischt. Wenn dagegen nach jedem Zug weniger Platz vorhanden ist, würde ich nicht weiterprobieren, sondern den letzten entscheidenden Zug zurücknehmen.
Was ich bei einem Fehlversuch nicht machen würde
Der klassische Fehler ist, einen schlechten Zug mit zwei weiteren Zügen „reparieren“ zu wollen. Bei einem Puzzle wie Color Block Jam führt das häufig nur tiefer in die Sackgasse. Besonders bei einem engen Zentrum ist ein falsch positionierter Block nicht einfach ein kleines Problem. Er verändert die komplette Zugreihenfolge.
Ein zweiter Fehler besteht darin, sich zu stark auf die Farben zu konzentrieren. Die Farbe sagt dir, welcher Ausgang relevant ist, aber nicht automatisch, wann der Block bewegt werden sollte. Für Level 183 ist die Position wichtiger als die bloße Erreichbarkeit eines Ausgangs. Ein Block kann bereits scheinbar richtig ausgerichtet sein und trotzdem noch warten müssen.
Auch unnötige Bewegungen am Rand würde ich vermeiden. Sie fühlen sich angenehm an, weil sich dort oft schnell etwas verschieben lässt. Für die Lösung des Levels sind sie aber nur dann sinnvoll, wenn dadurch ein konkreter Weg für einen zentralen oder eingeschlossenen Block entsteht.
Falls dein Level 183 anders aussieht
Das ist bei diesem Level tatsächlich relevant. Es existieren mehrere online dokumentierte Varianten beziehungsweise unterschiedliche Darstellungen von Level 183. Eine aktuelle Quelle beschreibt die nummerierte Variante mit violettem Block links, den zentralen Blöcken 5 und 9 und dem grünen Block oben links. Andere Seiten liefern lediglich einen Videowalkthrough und weisen nicht dieselbe Ausgangsposition im Detail aus.
Wenn dein Spielfeld also beispielsweise andere Farben, andere nummerierte Blöcke oder eine völlig andere Anordnung zeigt, liegt das nicht unbedingt daran, dass du etwas falsch gemacht hast. Bei solchen Puzzle-Guides sollte man immer zuerst das Startbild abgleichen. Eine Lösung für ein anderes Board kann korrekt sein und dir trotzdem überhaupt nicht helfen.
Gerade deshalb finde ich bei Level 183 eine Videoanleitung als Ergänzung sinnvoll, wenn die eigene Anordnung nicht eindeutig mit der beschriebenen Variante übereinstimmt. Für die aktuellere Version existiert beispielsweise ein eigener Walkthrough, der ausdrücklich als „NEW UPDATE“ gekennzeichnet wurde.
Der eigentliche Kniff hinter Level 183
Was mir an diesem Level gefällt, ist, dass die Lösung nicht auf einen spektakulären Einzelzug hinausläuft. Der entscheidende Gedanke ist viel unscheinbarer: Erst muss Raum geschaffen werden, bevor die zentralen Blöcke sinnvoll bewegt werden können. Der violette Block links ist deshalb nicht einfach das erste Hindernis auf dem Weg, sondern der Hebel, der die nächste Phase überhaupt ermöglicht.
Danach funktioniert das Level fast wie eine kleine Kettenreaktion. Die Öffnung führt zu 5 und 9, deren Entfernung entspannt das Zentrum, und erst dadurch wird der obere linke Bereich wirklich interessant. Der grüne Block ist am Ende weniger ein eigenes Problem als vielmehr der letzte Verschluss einer Route, die vorher noch gebraucht wurde.
Wenn du Level 183 beim ersten Versuch nicht schaffst, würde ich deshalb nicht versuchen, mir einfach jeden einzelnen Zug mechanisch zu merken. Merke dir lieber die Abhängigkeiten zwischen den Bereichen: links öffnen, Zentrum entlasten, 5 und 9 herausführen, anschließend oben links freigeben. Damit kannst du auch dann weiterdenken, wenn dein Finger einmal einen anderen Weg genommen hat.
Und genau das ist für mich der angenehmere Teil solcher Levels. Sobald man nicht mehr jeden Block isoliert betrachtet, wirkt das scheinbare Durcheinander plötzlich ziemlich logisch. Level 183 verlangt weniger nach schnellen Fingern als nach dem richtigen Moment, in dem man einen Weg freimacht. Wenn dieser Moment sitzt, wird aus einem vollgestellten Spielfeld Schritt für Schritt eine klare Route zum Ausgang.
Grafiken und Fotos: Magnific.com

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