Beim ersten Durchspielen von Kena: Bridge Of Spirits ist mir der Fischerschrein an einer Stelle begegnet, an der ich eigentlich nur kurz weiterkommen wollte. Genau das ist typisch für die Schreine im Spiel: Sie wirken zunächst wie kleine Nebenaufgaben, verlangen aber oft ein gutes Auge und ein Verständnis dafür, wie die Welt von Kena funktioniert. Beim Fischerschrein bin ich anfangs ebenfalls einfach daran vorbeigelaufen, weil der eigentliche Mechanismus nicht sofort ins Auge fällt.
Wenn man weiß, worauf man achten muss, ist die Lösung allerdings deutlich angenehmer. Der Reiz dieses Rätsels liegt nicht darin, einen komplizierten Schaltercode herauszufinden, sondern die Umgebung richtig zu lesen. In diesem Artikel zeige ich Schritt für Schritt, wie ich den Fischerschrein gelöst habe, welche kleinen Hinweise das Spiel gibt und welche Fehler viele Spieler an dieser Stelle machen.
Wo befindet sich der Fischerschrein und warum übersehen ihn viele Spieler?
Der Fischerschrein liegt im Bereich des Fischerdorfs. Die Umgebung passt sehr gut zum Namen des Schreins: Wasser, alte Gebäude und verwitterte Strukturen erzählen schon ohne Dialog eine kleine Geschichte. Genau diese Atmosphäre ist eine der Stärken von Kena. Viele Aufgaben werden nicht mit großen Markierungen erklärt, sondern über Details in der Welt.
Der Schrein selbst sieht auf den ersten Blick wie eine normale beschädigte Statue aus. Wenn man direkt davorsteht, passiert zunächst nichts. Das führt dazu, dass viele Spieler versuchen, den Schrein einfach anzusprechen oder mit Kenas normalen Fähigkeiten zu bearbeiten. Der entscheidende Hinweis liegt aber nicht direkt am Schrein, sondern in seiner Umgebung.
Ich empfehle deshalb, nicht sofort weiterzulaufen. Bei den Schreinen in Kena lohnt es sich fast immer, einmal stehenzubleiben und den Bereich aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die Entwickler haben die Lösungen selten zufällig versteckt. Meist gibt es ein Element in der Nähe, das einem zeigt, was zu tun ist.
Die Lösung des Fischerschreins Schritt für Schritt
Die Aktivierung des Fischerschreins funktioniert über mehrere leuchtende Kristalle beziehungsweise Ziele in der Umgebung. Der wichtigste Punkt dabei: Die Reihenfolge ist entscheidend. Wer einfach wahllos darauf schießt, wird keinen Erfolg haben und könnte denken, dass der Schrein verbuggt ist.
Vor dem Schrein findet man mehrere Steinstrukturen mit blauen Markierungen. Diese sind die eigentlichen Auslöser. Kena muss die Ziele mit dem Bogen treffen. Der Bogen wird an dieser Stelle nicht für einen Kampf benutzt, sondern als Werkzeug zum Lösen des Rätsels.
Die richtige Reihenfolge ergibt sich aus der Anordnung der Ziele. Ich habe beim ersten Versuch den Fehler gemacht, nur auf die sichtbarsten Punkte zu achten. Das funktioniert nicht. Man muss die Umgebung als Ganzes betrachten und die Positionen der Markierungen miteinander vergleichen.
Die Abfolge lautet:
- Zuerst das Ziel auf der linken Seite des Schreins treffen.
- Danach das höher gelegene Ziel auf der gegenüberliegenden Seite aktivieren.
- Zum Schluss das verbleibende Ziel in der Nähe des Schreins mit dem Bogen auslösen.
Nach der korrekten Reihenfolge reagiert der Fischerschrein sofort. Die beschädigte Statue wird aktiviert und die Belohnung kann eingesammelt werden. Der Vorgang dauert eigentlich nur wenige Sekunden, aber der Weg dorthin zeigt sehr schön, wie Kena seine Rätsel gestaltet.
Warum der Bogen beim Fischerschrein die wichtigste Fähigkeit ist
Viele Spieler unterschätzen den Bogen, weil sie ihn hauptsächlich mit Kämpfen verbinden. Im Laufe des Spiels wird aber deutlich, dass Kenas Ausrüstung immer mehrere Funktionen besitzt. Der Bogen ist nicht nur eine Waffe gegen Gegner, sondern auch ein Werkzeug zum Erkunden.
Beim Fischerschrein merkt man besonders deutlich, dass präzises Schießen wichtiger ist als Geschwindigkeit. Die Ziele sind nicht schwer zu treffen, aber die Positionierung von Kena entscheidet darüber, ob man einen guten Winkel bekommt. Wenn ein Schuss scheinbar nicht funktioniert, liegt es meistens nicht an der Entfernung, sondern daran, dass ein Teil der Umgebung die Sicht blockiert.
Ich stelle mich deshalb meistens etwas seitlich vom Schrein auf. Dadurch erkennt man die Verbindung zwischen den einzelnen Zielen besser und verliert weniger Zeit mit unnötigen Versuchen.
Typische Fehler beim Lösen des Fischerschreins
Der Fischerschrein gehört nicht zu den schwierigsten Rätseln in Kena, trotzdem gibt es einige Stellen, an denen Spieler hängen bleiben. Besonders häufig passiert es, dass man die Reihenfolge der Ziele nicht erkennt oder ein Ziel übersieht.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Schrein reagiert nicht | Die Ziele wurden in der falschen Reihenfolge getroffen | Die Positionen der Markierungen prüfen und die Reihenfolge erneut versuchen |
| Ein Ziel ist nicht sichtbar | Der Blickwinkel von Kena ist ungünstig | Ein paar Schritte zurückgehen und die Umgebung aus größerer Entfernung betrachten |
| Der Pfeil trifft nicht richtig | Ein Hindernis blockiert die Flugbahn | Die Position verändern und einen freien Schusswinkel suchen |
| Der Spieler sucht nach einem Schalter | Der Mechanismus funktioniert über den Bogen | Die Umgebung nach leuchtenden Zielen absuchen |
Ein weiterer kleiner Fehler ist, dass manche Spieler den Bereich verlassen, bevor sie den Schrein vollständig aktiviert haben. Wenn ein Schrein einmal entdeckt wurde, lohnt es sich, ihn direkt abzuschließen. Später zurückzukehren funktioniert zwar, aber man verliert leicht den Überblick darüber, welche Schreine bereits erledigt wurden.
Was man nach der Aktivierung des Fischerschreins erhält
Wie bei den anderen Schreinen in Kena: Bridge Of Spirits geht es beim Fischerschrein nicht nur darum, eine Aufgabe abzuhaken. Die Schreine gehören zu den Aktivitäten, mit denen man die Welt vollständiger erkundet und zusätzliche Belohnungen erhält.
Die Belohnung ist zwar nicht der Grund, warum ich diese Rätsel besonders interessant finde. Viel wichtiger ist das Gefühl, einen weiteren Teil der Umgebung verstanden zu haben. Kena arbeitet stark mit kleinen Momenten: Eine vorher stille Ecke verändert sich, ein neuer Bereich wird zugänglich oder man entdeckt Details über die Geschichte dieser Welt.
Gerade beim Fischerdorf fällt das besonders auf. Der Ort wirkt nach und nach weniger wie eine Kulisse und mehr wie ein Platz, an dem früher Menschen gelebt haben. Die Schreine unterstützen dieses Gefühl, weil sie nicht einfach nur Sammelobjekte sind.
Meine Tipps, damit der Fischerschrein beim ersten Versuch klappt
Wenn ich den Fischerschrein heute noch einmal spielen würde, würde ich nicht schneller vorgehen, sondern bewusster suchen. Der größte Vorteil ist, dass Kena dem Spieler eigentlich alle notwendigen Informationen gibt. Man muss sie nur wahrnehmen.
Ein guter Trick ist, die Kamera langsam um Kena herumzudrehen, bevor man den ersten Schuss abgibt. Dadurch erkennt man häufig Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen. Viele Rätsel in Kena funktionieren genau nach diesem Prinzip: Nicht die einzelne Stelle ist wichtig, sondern das Zusammenspiel mehrerer kleiner Hinweise.
Außerdem sollte man nicht vergessen, dass die Schreine oft in Bereichen stehen, die auch später noch besucht werden können. Es gibt keinen Grund, hektisch zu werden. Wenn die Lösung nicht sofort sichtbar ist, hilft meistens ein kurzer Rundgang statt blindes Ausprobieren.
Der Fischerschrein als Beispiel für Kensas Rätseldesign
Der Fischerschrein ist ein kleines Rätsel, aber er zeigt ziemlich gut, warum Kena: Bridge Of Spirits bei vielen Spielern einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Das Spiel erklärt nicht alles mit Textfenstern und Hinweisen. Es vertraut darauf, dass man die Welt beobachtet.
Beim ersten Durchlauf habe ich manche dieser Momente schneller erledigt, als sie eigentlich gedacht waren. Erst beim genaueren Hinsehen merkt man, wie viel Arbeit in den kleinen Bereichen steckt. Ein Schrein ist nicht einfach eine Aufgabe mit einem Knopf am Ende. Er ist ein kurzer Dialog zwischen dem Spieler und der Umgebung.
Wenn man den Fischerschrein gelöst hat, bleibt deshalb weniger die eigentliche Mechanik im Gedächtnis, sondern eher der Moment, in dem man plötzlich versteht, was die Entwickler mit der Anordnung der Welt erreichen wollten. Genau solche kleinen Entdeckungen machen die Reise mit Kena besonders.
Grafiken und Fotos: Magnific.com

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