Wie lange braucht man für Elden Ring? Spielzeit von Elden Ring je nach Spielstil

Als ich Elden Ring zum ersten Mal gespielt habe, dachte ich nach den ersten Stunden noch, dass ich ungefähr einschätzen könnte, wie lange mich das Spiel beschäftigen wird. Die ersten Gebiete wirkten überschaubar, die Wege waren klar, und ich hatte das Gefühl, die Welt langsam unter Kontrolle zu bekommen. Spätestens nach dem ersten großen Gebiet musste ich diese Einschätzung wieder verwerfen. Hinter jedem Hügel wartete ein neuer Dungeon, eine versteckte Höhle oder ein Gegner, der mir gezeigt hat, dass ich vielleicht doch noch nicht so weit war.

Genau deshalb ist die Frage nach der Spielzeit bei Elden Ring schwieriger als bei vielen anderen Rollenspielen. FromSoftware hat keine Welt gebaut, die man einfach Punkt für Punkt abarbeitet. Wie lange man braucht, hängt stark davon ab, ob man nur den Hauptweg verfolgt, jede Ecke untersucht, Bosse sucht oder sich komplett in Nebenquests verliert. Zwei Spieler können nach 80 Stunden an völlig unterschiedlichen Punkten stehen.

Die durchschnittliche Spielzeit von Elden Ring – womit kann man rechnen?

Wenn man Elden Ring zum ersten Mal spielt und nicht ständig mit einer Komplettlösung unterwegs ist, landet man meistens irgendwo zwischen 60 und 100 Stunden. Das ist der Bereich, den ich bei vielen Spielern als realistisch erlebt habe. Manche erreichen das Ende schneller, andere verbringen deutlich mehr Zeit in der Zwischenwelt, ohne das Gefühl zu haben, überhaupt langsam voranzukommen.

Der Grund dafür ist nicht nur die Größe der Karte. Viel entscheidender ist, dass Elden Ring den Spieler selten dazu zwingt, sofort weiterzugehen. Ich kenne kaum ein anderes Open-World-Spiel, bei dem ich so oft eigentlich nur einen kurzen Umweg machen wollte und plötzlich eine Stunde später in einem völlig neuen Gebiet stand.

Wer die Hauptgeschichte verfolgt, wichtige Bosse besiegt und nicht jede Ruine durchsucht, kann das Spiel auch in etwa 50 bis 70 Stunden abschließen. Das setzt aber voraus, dass man mit der Spielweise von FromSoftware bereits vertraut ist. Neue Spieler verlieren oft zusätzliche Zeit durch Kämpfe, Charakterentwicklung und das Ausprobieren verschiedener Waffen.

Spielzeit nach Spielstil: Vom schnellen Durchlauf bis zum vollständigen Abenteuer

Bei Elden Ring sagt die reine Stundenanzahl wenig über die tatsächliche Erfahrung aus. Ein Spieler, der jede Region erkundet, erlebt ein anderes Spiel als jemand, der nur die großen Gegner auf dem Weg zum Finale besiegt. Ich habe beide Varianten ausprobiert und finde, dass gerade die kleinen Umwege einen großen Teil des Reizes ausmachen.

Die Unterschiede zwischen den Spielweisen lassen sich ungefähr so einordnen:

  • Nur Hauptgeschichte: Etwa 40 bis 60 Stunden, wenn man die wichtigsten Gebiete kennt und gezielt vorgeht.
  • Normales erstes Abenteuer: Rund 70 bis 100 Stunden mit Erkundung, einigen Nebenbossen und gelegentlichen Umwegen.
  • Gründliche Erkundung: Zwischen 100 und 150 Stunden, wenn man Dungeons, optionale Gebiete und viele versteckte Inhalte mitnimmt.
  • Komplettdurchlauf: 150 Stunden und mehr, wenn man Quests verfolgt, seltene Gegenstände sammelt und möglichst viel sehen möchte.

Gerade der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Elden Ring versteckt ganze Geschichten hinter kleinen Begegnungen. Eine Figur, die man an einem abgelegenen Ort trifft, kann viele Stunden später eine neue Situation auslösen. Wer einfach weiterläuft, bekommt davon oft nichts mit.

Warum die erste Runde meistens länger dauert

Die erste Begegnung mit der Welt von Elden Ring ist immer die langsamste. Nicht, weil das Spiel künstlich Zeit streckt, sondern weil fast jede Entscheidung neu ist. Welche Waffe passt zu meinem Charakter? Welche Gegner sollte ich später bekämpfen? Wo finde ich die nächste Verbesserung für meine Ausrüstung?

Besonders am Anfang verbringen viele Spieler viel Zeit mit Dingen, die später schneller gehen. Man testet verschiedene Waffen, sammelt Runen, sucht Händler oder versucht einen Boss mehrfach. Diese Niederlagen gehören aber zum Konzept. Ein Kampf gegen einen schwierigen Gegner kann zwanzig Minuten dauern – oder zwei Stunden, wenn man seine Strategie komplett ändern muss.

Bei meinem ersten Durchgang habe ich beispielsweise deutlich länger in frühen Gebieten verbracht, weil ich versucht habe, bestimmte Gegner zu besiegen, bevor mein Charakter eigentlich dafür bereit war. Später wurde mir klar, dass genau dieses Gefühl von „Ich komme später zurück“ ein wichtiger Teil des Designs ist.

Wie viel Zeit brauchen erfahrene Souls-Spieler?

Spieler, die bereits Titel wie Dark Souls, Bloodborne oder Sekiro kennen, bewegen sich oft deutlich schneller durch Elden Ring. Sie verstehen die Grundmechaniken, wissen besser, wann ein Kampf sinnvoll ist und welche Fehler sie vermeiden sollten.

Trotzdem bleibt Elden Ring auch für erfahrene Spieler ein großes Spiel. Die offene Struktur sorgt dafür, dass man nicht einfach nur eine bekannte Formel abarbeitet. Selbst jemand mit vielen Stunden Souls-Erfahrung kann in der Welt neue Orte entdecken oder an Bossen hängen bleiben.

Ein geübter Spieler kann die Hauptgeschichte in ungefähr 40 bis 60 Stunden schaffen. Für einen entspannten Durchgang mit Erkundung würde ich aber auch erfahrenen Spielern eher 80 Stunden oder mehr einplanen.

Die Rolle von Nebenquests und versteckten Gebieten

Ein großer Teil der Spielzeit entsteht nicht durch die Hauptbosse, sondern durch Inhalte, die man leicht übersieht. Elden Ring erklärt seine Welt nicht mit langen Dialogen oder Questmarkierungen. Vieles funktioniert über Gespräche, Orte und kleine Hinweise.

Gerade die Nebenquests können einen erheblichen Unterschied machen. Manche Aufgaben führen in komplett neue Regionen oder verlangen, dass man bestimmte Ereignisse in einer bestimmten Reihenfolge erlebt. Wer ohne Hilfe spielt, wird nicht immer sofort verstehen, welche Schritte zusammengehören.

Das ist einer der Punkte, die ich an Elden Ring besonders interessant finde. Die Spielzeit fühlt sich dadurch weniger wie eine Zahl auf einem Timer an. Sie entsteht aus den Entscheidungen, die man unterwegs trifft.

Wie lange braucht man für Elden Ring mit DLC?

Mit der Erweiterung Shadow of the Erdtree wächst der Umfang noch einmal deutlich. Der DLC ist kein kurzer Zusatz, den man an einem Nachmittag erledigt. Auch hier hängt die Dauer stark davon ab, wie gründlich man spielt.

Für den DLC kann man ungefähr 20 bis 40 Stunden einplanen, wobei Spieler, die alles entdecken möchten, deutlich länger beschäftigt sein können. Die neuen Gebiete sind wieder so aufgebaut, dass Erkundung belohnt wird. Viele interessante Orte liegen nicht direkt auf dem offensichtlichen Weg.

Wer also das komplette Elden-Ring-Erlebnis inklusive Erweiterung erleben möchte, sollte problemlos mit 100 bis 150 Stunden Spielzeit rechnen. Bei sehr gründlichen Spielern kann diese Zahl noch weiter steigen.

Kann man Elden Ring in kurzer Zeit schaffen?

Ja, technisch gesehen ist das möglich. Speedrunner zeigen, dass das Spiel extrem schnell beendet werden kann. Für einen normalen Spieler ist das aber kaum mit der eigentlichen Erfahrung vergleichbar. Elden Ring lebt davon, dass man die Welt langsam kennenlernt und nicht nur von Boss zu Boss rennt.

Auch ein konzentrierter Durchlauf ohne große Umwege bedeutet nicht automatisch, dass man weniger Spaß hat. Manche Spieler genießen es, eine klare Route zu haben und ihre Figur gezielt aufzubauen. Andere verlieren sich lieber in der Landschaft und lassen sich überraschen.

Ich würde neuen Spielern deshalb nicht empfehlen, auf eine bestimmte Stundenzahl hinzuarbeiten. Elden Ring funktioniert am besten, wenn man seinen eigenen Rhythmus findet. Die Uhr sollte nicht bestimmen, ob man gerade „richtig“ spielt.

Was beeinflusst die Spielzeit am stärksten?

Neben dem persönlichen Erkundungsdrang gibt es einige Faktoren, die besonders viel Zeit ausmachen. Der größte Unterschied entsteht meistens durch die Kämpfe. Ein Spieler, der Bosse schnell analysiert und seine Ausrüstung optimal nutzt, spart viele Stunden. Ein anderer probiert verschiedene Strategien aus und nimmt Niederlagen als Teil des Weges an.

Auch die Wahl des Builds spielt eine Rolle. Manche Charaktere sind einfacher an bestimmte Gegner anzupassen, während andere mehr Geduld verlangen. Außerdem macht es einen Unterschied, ob man alleine spielt oder sich gelegentlich Unterstützung holt.

Am Ende bleibt Elden Ring aber eines dieser Spiele, bei denen die Spielzeit nicht nur eine Statistik ist. Die zusätzlichen Stunden entstehen nicht durch künstliche Aufgaben, sondern durch Momente, die man selbst erlebt: eine versteckte Höhle, ein unerwarteter Gegner oder eine Aussicht, bei der man kurz stehen bleibt.

Meine Einschätzung zur richtigen Erwartung vor dem Start

Wer Elden Ring zum ersten Mal startet, sollte nicht mit dem Gedanken hineingehen, nach 50 Stunden fertig sein zu müssen. Das Spiel ist darauf ausgelegt, dass man sich verirrt. Genau diese kleinen Abweichungen vom Weg sind oft die Erinnerungen, die bleiben.

Für einen ersten Durchgang würde ich persönlich mit etwa 80 bis 100 Stunden rechnen. Das gibt genug Raum, um die wichtigsten Gebiete kennenzulernen, nicht jeden versteckten Inhalt sofort zu verpassen und trotzdem nicht das Gefühl zu bekommen, nur eine Checkliste abzuarbeiten.

Vielleicht ist das die eigentliche Besonderheit von Elden Ring: Die beste Spielzeit ist nicht die kürzeste und auch nicht die längste. Es ist die Zeit, in der man noch neugierig genug ist, hinter den nächsten Hügel zu schauen. Und genau dort wartet in dieser Welt meistens etwas, mit dem man vorher nicht gerechnet hat.

Grafiken und Fotos: Magnific.com


Opublikowano

w

przez

Tagi:

Komentarze

Dodaj komentarz