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Wie Teuer Ist Die Neue Nintendo Switch 2? Preis, Ausstattung und Kaufinformationen zur Konsole

Beim ersten Blick auf den Preis der Nintendo Switch 2 hatte ich weniger ein „Das ist ja teuer“ im Kopf als vielmehr die Frage, was Nintendo für das Geld eigentlich mitliefert. Denn bei einer neuen Konsole zählt nicht nur die Zahl auf dem Preisschild. Entscheidend ist, ob man danach noch Zubehör nachkaufen muss, welche Spiele wirklich zum System passen und ob die technischen Verbesserungen im Alltag spürbar sind. Gerade bei der Switch 2 lohnt sich dieser zweite Blick, weil Nintendo einige Dinge verändert hat, die man in einer einfachen Produktliste leicht übersieht.

In Deutschland liegt die unverbindliche Preisempfehlung der reinen Nintendo Switch 2 bei 469,99 Euro. Das Bundle mit „Mario Kart World“ wurde mit 509,99 Euro angesetzt. Im Handel können die tatsächlichen Preise inzwischen darunter liegen; Preisvergleichsdienste zeigen für die Konsole teils deutlich günstigere Angebote.

469,99 Euro sind nur der Anfang der Rechnung

Die nackte Konsole ist tatsächlich ziemlich vollständig ausgestattet. Im Karton befinden sich die Switch 2, zwei Joy-Con 2, die Joy-Con-2-Halterung, Handschlaufen, Netzteil, HDMI-Kabel und die Dockingstation. Man kauft also nicht wie bei manchem anderen technischen Gerät erst noch die Hälfte der notwendigen Ausstattung dazu.

Interessanter wird es bei den Dingen, die man nicht unbedingt braucht, aber irgendwann haben möchte. Der interne Speicher beträgt 256 GB, wobei ein Teil davon bereits vom System belegt wird. Das ist im Vergleich zur ursprünglichen Switch ein großer Schritt nach vorn, trotzdem kann der Speicher bei einer digitalen Spielesammlung schneller schrumpfen, als man zunächst denkt. Für zusätzliche Kapazität benötigt die Switch 2 ausdrücklich eine microSD-Express-Karte. Herkömmliche microSD-Karten sind für Spiele nicht die Lösung, die man von der alten Switch kennt.

Variante Preis beziehungsweise Ausstattung Für wen interessant?
Nintendo Switch 2 469,99 € UVP, Konsole mit Dock und Joy-Con 2 Für Käufer, die ihre Spiele selbst auswählen möchten
Nintendo Switch 2 + Mario Kart World 509,99 € UVP, inklusive „Mario Kart World“ als Download Für Spieler, die ohnehin direkt mit einem Nintendo-Titel starten wollen
Switch 2 + Zubehör Zusätzliche Kosten je nach Speicher, Tasche, Controller oder Kamera Für Nutzer, die das System stärker auf ihre Spielweise anpassen möchten

Gerade deshalb finde ich das Mario-Kart-Bundle interessanter, als es auf den ersten Blick wirkt. Der Aufpreis gegenüber der Standardversion beträgt lediglich 40 Euro. Wer „Mario Kart World“ ohnehin kaufen würde, sollte die beiden Varianten nicht anhand des Konsolenpreises allein vergleichen. Im Einzelhandel ist außerdem Bewegung im Preis zu sehen: Ende September 2026 wird das Bundle beispielsweise bereits unterhalb der ursprünglichen UVP angeboten.

Das Display ist für mich eine der auffälligsten Änderungen

Wer die erste Switch gewohnt ist, merkt den Unterschied nicht erst beim Einschalten. Die Switch 2 besitzt ein 7,9 Zoll großes LCD-Display mit 1920 × 1080 Pixeln. Dazu kommen HDR10 und eine variable Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Das klingt auf dem Papier nach einer langen Liste technischer Begriffe, macht sich beim Spielen aber vor allem durch das größere Bild und die flüssigere Darstellung bemerkbar.

Ich würde trotzdem nicht den Fehler machen, die Switch 2 als reine Display-Konsole zu betrachten. Der eigentliche Reiz bleibt die Kombination aus Handheld und stationärer Konsole. Im Wohnzimmer steckt man sie ins Dock, unterwegs nimmt man das Gerät mit. Diese Flexibilität war schon bei der ersten Switch ein großer Teil des Konzepts und bleibt auch hier erhalten.

Im TV-Modus kann die Switch 2 bei unterstützten Spielen und einem passenden Fernseher bis zu 4K ausgeben. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Spiel plötzlich nativ in 4K läuft. Genau an dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf das jeweilige Spiel und nicht nur auf die Verpackungsangabe der Konsole.

Mehr Leistung, aber nicht einfach nur „eine stärkere Switch“

Unter dem Gehäuse arbeitet ein speziell für die Konsole angepasster NVIDIA-Prozessor. Nintendo nennt keine klassischen PC-Werte, mit denen man die Switch 2 sinnvoll gegen eine Grafikkarte vergleichen könnte. Dafür gibt es praktische Verbesserungen: höhere Auflösungen, stabilere Darstellung und technisch anspruchsvollere Spiele sind auf dem neuen System möglich. Die 256 GB UFS-Speicher sind außerdem deutlich großzügiger bemessen als die 32 GB der ursprünglichen Switch.

Das ist besonders interessant für Besitzer einer alten Switch. Die neue Konsole ist nämlich nicht einfach ein kompletter Neustart ohne Verbindung zur alten Bibliothek. Kompatible physische und digitale Switch-Spiele können auch auf der Switch 2 gespielt werden. Allerdings gilt ausdrücklich: Nicht jedes alte Spiel muss vollständig kompatibel sein. Wer eine große Sammlung besitzt, sollte deshalb bei seinen persönlichen Lieblingstiteln nachsehen, bevor er allein aufgrund der Abwärtskompatibilität kauft.

Die Joy-Con 2 sind mehr als eine optische Überarbeitung

Bei den Controllern hat Nintendo einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen. Die Joy-Con 2 werden magnetisch an der Konsole befestigt und besitzen Sensoren, die eine Maussteuerung ermöglichen. In kompatiblen Spielen lassen sich die Controller tatsächlich wie eine Maus über eine Oberfläche bewegen. Das ist keine Funktion, die man in jedem Spiel benötigt, aber sie eröffnet ein paar interessante Möglichkeiten für Strategiespiele, bestimmte Minispiele und Titel, die von einer präziseren Zeigersteuerung profitieren.

Solche Funktionen sind für mich genau die Art von Neuerung, die man erst nach einigen Spielstunden richtig einordnen kann. Eine höhere Auflösung sieht man sofort. Eine alternative Steuerungsmöglichkeit dagegen muss erst zeigen, ob sie sich im normalen Spielen tatsächlich angenehm anfühlt oder nach einer netten technischen Spielerei wieder vergessen wird.

GameChat verändert die soziale Seite der Konsole

Eine weitere Neuerung steckt im kleinen C-Knopf am rechten Joy-Con 2. Damit lässt sich GameChat starten. Die Switch 2 besitzt ein eingebautes Mikrofon und erlaubt Sprachchat, das Teilen des eigenen Bildschirms und – mit einer kompatiblen USB-Kamera – auch Videochat. In einer Sitzung können bis zu zwölf Personen miteinander verbunden sein; bis zu vier Personen können ihre Bildschirme teilen.

Das ist vor allem dann interessant, wenn mehrere Freunde ohnehin Nintendo spielen. Man muss nicht mehr zwangsläufig ein separates Gerät für den Sprachchat danebenlegen. Gleichzeitig sollte man die laufenden Voraussetzungen im Blick behalten: Für Online-Funktionen werden Nintendo Account und Internetzugang benötigt, und GameChat ist nach der kostenlosen Einführungsphase an Nintendo Switch Online gebunden. Eine Kamera für Videochat gehört außerdem nicht automatisch zum Lieferumfang.

Wie viel Speicher braucht man wirklich?

Bei 256 GB würde ich nicht sofort eine Speicherkarte kaufen. Wer überwiegend physische Spiele nutzt und nur einige digitale Titel installiert, kommt damit zunächst recht weit. Anders sieht es aus, wenn regelmäßig große Downloads auf der Konsole landen. Dann kann sich eine microSD-Express-Karte schnell vom optionalen Zubehör zum praktischen Bestandteil des Systems entwickeln.

Wichtig ist dabei der kleine Zusatz „Express“. Die Switch 2 akzeptiert für Spiele nicht einfach jede beliebige microSD-Karte aus der alten Switch. Nintendo hat die Speichererweiterung auf microSD Express beschränkt. Das sollte man beim Kauf einer Karte wirklich prüfen, denn eine vorhandene Karte aus der alten Konsole ist nicht automatisch wiederverwendbar.

Und wie sieht es mit der Akkulaufzeit aus?

Hier würde ich die Erwartungen etwas nüchterner halten. Nintendo gibt für die Switch 2 eine Akkulaufzeit von ungefähr 2 bis 6,5 Stunden an. Wie weit man innerhalb dieses Bereichs landet, hängt stark vom Spiel und von der Nutzung ab. Gerade anspruchsvollere Spiele ziehen deutlich mehr Leistung als ein einfacher Titel mit geringer Auslastung. Die angegebene Ladezeit liegt bei ungefähr drei Stunden im Standby.

Für mich ist das einer dieser Werte, die man nicht isoliert bewerten sollte. Eine portable Konsole mit großem Bildschirm und deutlich stärkerer Hardware wird zwangsläufig anders mit Energie umgehen als ein Gerät, das vor allem auf möglichst lange Laufzeit optimiert wurde. Wer die Switch 2 regelmäßig auf Reisen mitnimmt, sollte deshalb eher eine Powerbank oder eine geeignete Lademöglichkeit einplanen, statt sich auf die maximale Herstellerangabe zu verlassen.

Welche Version würde ich beim Kauf genauer ansehen?

Wenn bereits ein Spielkauf für den Start feststeht, würde ich den Bundle-Preis gegen den Einzelkauf rechnen. Das klingt banal, verhindert aber einen typischen Fehlkauf: Man nimmt die günstigere Konsole und kauft wenige Tage später genau das Spiel dazu, das im Bundle nur einen vergleichsweise kleinen Aufpreis gekostet hätte.

Wer dagegen noch nicht weiß, welche Spiele auf der Switch 2 gespielt werden sollen, ist mit der Standardkonsole flexibler. Die 40 Euro Unterschied zur Mario-Kart-Variante sind dann kein Qualitätsunterschied, sondern schlicht eine Frage dessen, was man tatsächlich haben möchte. Und weil Händlerpreise inzwischen unter der ursprünglichen UVP liegen können, lohnt sich vor dem Kauf ein kurzer Preisvergleich.

Bei Zubehör würde ich ebenfalls nicht alles am ersten Tag kaufen. Eine Tasche ist für den mobilen Einsatz sinnvoll, zusätzlichen Speicher kann man nach Bedarf nachrüsten und eine Kamera braucht nur, wer GameChat mit Video wirklich nutzen möchte. Gerade bei einer neuen Nintendo-Konsole ist die Versuchung groß, sich sofort mit Zubehör einzudecken. Vieles davon lässt sich aber auch später entscheiden.

Der eigentliche Preis der Switch 2 zeigt sich erst nach dem Auspacken

Die interessante Frage ist am Ende deshalb nicht nur, ob 469,99 oder 509,99 Euro auf dem Preisschild stehen. Die Switch 2 ist deutlich leistungsfähiger als ihr Vorgänger, bringt ein größeres Full-HD-Display, 256 GB Speicher, neue Joy-Con 2 und zusätzliche Kommunikationsfunktionen mit. Gleichzeitig bleibt das Grundprinzip erhalten, das die Switch überhaupt so erfolgreich gemacht hat: Man kann auf dem Fernseher spielen, das Gerät auf den Tisch stellen oder es einfach aus dem Dock nehmen und weiterlaufen.

Wer bereits eine Switch besitzt, muss die Entscheidung nicht überstürzen. Die alte Konsole wird durch die Switch 2 nicht plötzlich wertlos, und ein großer Teil der bisherigen Bibliothek kann mitgenommen werden. Für Neueinsteiger ist die Rechnung einfacher: Man bekommt eine aktuelle Nintendo-Plattform, deren technischer Spielraum deutlich größer ist als bei der ersten Generation.

Am Ende bleibt bei mir vor allem ein Gedanke hängen: Bei Konsolenpreisen schaut man gern auf die eine große Zahl auf dem Karton. Bei der Switch 2 erzählt diese Zahl aber nur die halbe Geschichte. Die interessantere Rechnung beginnt danach – bei den Spielen, dem Speicher, der Nutzung unterwegs und der Frage, ob man die neuen Funktionen tatsächlich braucht. Genau dort entscheidet sich, ob die Konsole im eigenen Wohnzimmer nach einem teuren Technik-Kauf aussieht oder nach einem Gerät, das man auch Monate später noch regelmäßig einschaltet.

Grafiken und Fotos: Magnific.com

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