Als ich das erste Mal in The Legend of Zelda: Breath of the Wild durch Hyrule gelaufen bin, hatte ich nach einigen Stunden genau denselben Gedanken wie viele andere Spieler: Wie viele dieser kleinen, leuchtenden Schreine verstecken sich eigentlich noch in dieser riesigen Welt? Man entdeckt einen hinter einem Wasserfall, einen anderen auf einem einsamen Berggipfel und manchmal steht man plötzlich vor einer Prüfung, obwohl man nur einen neuen Weg erkunden wollte.
Gerade mit den DLC-Inhalten wird die Zählung etwas verwirrend. Viele Spieler werfen die normalen Schreine aus dem Hauptspiel und die zusätzlichen Prüfungen aus dem Erweiterungspass durcheinander. Ich habe beim Durchspielen und späteren Nachschauen gemerkt, dass die einfache Zahl allein nicht alles erklärt. Entscheidend ist, welche Schreine tatsächlich auf der Karte auftauchen und welche Inhalte durch die Erweiterungen hinzukommen.
Die genaue Anzahl der Schreine in Breath of the Wild mit DLC
In der Grundversion von Breath of the Wild gibt es bereits eine beeindruckende Anzahl an Schreinen. Wer alle Prüfungen des Spiels abschließen möchte, muss insgesamt 120 Schreine im Hauptspiel finden. Jeder dieser Schreine belohnt den Spieler mit einem Zeichen der Bewährung, das später gegen zusätzliche Herzen oder Ausdauer eingetauscht werden kann.
Mit dem DLC verändert sich diese Zahl allerdings. Der Erweiterungspass fügt keine klassischen neuen Schreine auf der normalen Hyrule-Karte hinzu, sondern bringt eine besondere zusätzliche Reihe von Prüfungen mit. Die sogenannten Schwertprüfungen aus dem ersten DLC-Paket und die Champions-Ballade aus dem zweiten Paket erweitern das Erlebnis deutlich.
Nach Installation beider DLCs kommt man auf insgesamt 136 Schreine, die im Spiel gezählt werden. Der Unterschied entsteht durch die zusätzlichen Schreine aus der Champions-Ballade. Diese sind eng mit den vier Titanen und den ehemaligen Recken verbunden und erscheinen erst, nachdem bestimmte Voraussetzungen erfüllt wurden.
Warum die DLC-Schreine oft übersehen werden
Der Grund, warum viele Spieler bei der Suche nach der vollständigen Anzahl durcheinanderkommen, liegt am Aufbau der Champions-Ballade. Die zusätzlichen Schreine werden nicht einfach auf der Karte verteilt, wie man es aus dem Hauptspiel kennt. Stattdessen beginnt eine eigene Questreihe, die den Spieler noch einmal zu bekannten Orten zurückführt.
Nach Abschluss der vier Titanen im Hauptspiel erhält Link durch die DLC-Erweiterung eine neue Aufgabe. Dabei muss er verschiedene Herausforderungen meistern, die mit den vier Recken Mipha, Daruk, Urbosa und Revali verbunden sind. Jede dieser Reihen führt schließlich zu weiteren Schreinen.
Beim Spielen fällt besonders auf, dass Nintendo hier einen anderen Ansatz gewählt hat. Die DLC-Schreine fühlen sich weniger wie zufällige Entdeckungen an, sondern eher wie ein Nachtrag zur Geschichte. Sie greifen Themen auf, die im Hauptspiel nur angerissen wurden.
Die Verteilung der Schreine im Hauptspiel
Die 120 normalen Schreine sind über ganz Hyrule verteilt. Dabei gibt es keine Region, die komplett leer bleibt. Von den verschneiten Bergen Hebras bis zu den heißen Gebieten Gerudos findet man unterschiedliche Arten von Prüfungen.
Ein Teil der Schreine ist leicht zu entdecken, weil sie sichtbar auf Hügeln oder in offenen Landschaften stehen. Andere gehören zu den sogenannten Schrein-Aufgaben. Diese erscheinen erst, wenn man mit bestimmten Personen spricht oder eine bestimmte Situation in der Welt auslöst.
Genau diese versteckten Schreine sorgen dafür, dass die Suche nach allen Prüfungen deutlich länger dauert als erwartet. Manchmal verbringt man eine Stunde damit, einen kleinen Hinweis zu verfolgen, nur um am Ende einen Schrein zu finden, der auf keiner offensichtlichen Route liegt.
Die zusätzlichen Schreine durch die Champions-Ballade
Der zweite DLC ist der wichtigste Zusatz, wenn es um neue Schreine geht. Die Champions-Ballade fügt insgesamt 16 weitere Schreine hinzu. Diese teilen sich auf vier Prüfungsbereiche auf, die jeweils einem Recken gewidmet sind.
Die neuen Schreine unterscheiden sich auch spielerisch etwas von den ursprünglichen Prüfungen. Nintendo nutzt hier viele Mechaniken, die erfahrene Spieler bereits kennen, kombiniert sie aber mit anspruchsvolleren Rätseln und Kampfsituationen.
Die vier Gruppen der DLC-Schreine sind:
- Vier Prüfungen rund um Mipha im Zusammenhang mit der Zora-Region
- Vier Prüfungen rund um Daruk mit Bezug zum Todesberg und den Goronen
- Vier Prüfungen rund um Revali in der Nähe der Orni-Gebiete
- Vier Prüfungen rund um Urbosa in der Gerudo-Region
Nach Abschluss dieser Aufgaben warten nicht nur die zusätzlichen Schreine, sondern auch weitere Story-Elemente und ein besonderer Abschluss der DLC-Inhalte.
Was zählt eigentlich als Schrein?
Eine kleine Besonderheit bei Breath of the Wild ist, dass nicht jede Prüfung automatisch ein klassischer Schrein ist. Manche DLC-Inhalte oder Prüfungen finden in anderen Bereichen statt und werden von Spielern trotzdem häufig in dieselbe Kategorie eingeordnet.
Die Schrein-Anzeige auf der Karte ist deshalb die zuverlässigste Orientierung. Wenn man alle Schreine abgeschlossen hat, zeigt das Spiel eine vollständige Statistik an. Gerade bei der Suche nach dem letzten fehlenden Schrein hilft diese Anzeige mehr als eine reine Liste aus dem Internet.
Ich habe oft erlebt, dass Spieler nicht wegen eines schwierigen Schreins hängen bleiben, sondern wegen eines einzigen versteckten Ortes, den sie beim Erkunden übersehen haben. Breath of the Wild belohnt eben nicht nur das Kämpfen, sondern vor allem Neugier.
Wie lange braucht man für alle Schreine?
Die benötigte Zeit hängt stark davon ab, wie man spielt. Wer nur der Hauptgeschichte folgt und gelegentlich einen Schrein mitnimmt, kann viele Stunden spielen, ohne überhaupt in die Nähe der vollständigen Sammlung zu kommen.
Für alle 120 Schreine des Hauptspiels benötigen viele Spieler ungefähr 50 bis 100 Stunden, abhängig davon, ob sie Hilfen verwenden oder alles selbst entdecken möchten. Mit den DLC-Schreinen verlängert sich die Suche noch einmal spürbar.
Besonders zeitaufwendig sind nicht unbedingt die schwierigsten Schreine. Oft sind es die letzten wenigen, die Probleme machen. Wenn auf der Karte nur noch einer oder zwei fehlen, beginnt die Suche nach kleinen Hinweisen: ein ungewöhnlicher Berg, eine nicht besuchte Insel oder eine Schrein-Aufgabe, die man nie aktiviert hat.
Welche Belohnungen gibt es für alle Schreine?
Natürlich geht es bei den Schreinen nicht nur um die Anzahl. Jeder abgeschlossene Schrein bringt ein Zeichen der Bewährung. Vier dieser Zeichen können entweder für ein weiteres Herz oder zusätzliche Ausdauer eingetauscht werden.
Wer alle 120 Schreine des Hauptspiels abschließt, erhält außerdem eine besondere Belohnung im Spiel. Sie verändert nicht die Werte von Link, ist aber ein kleines Zeichen dafür, dass man wirklich jede Ecke von Hyrule gesehen hat.
Die DLC-Schreine liefern zusätzlich ihre eigenen Fortschritte innerhalb der Champions-Ballade. Dadurch fühlt sich die Erweiterung nicht wie ein einfacher Bonus an, sondern wie ein weiterer Abschnitt des Abenteuers.
Meine Einschätzung zur Schrein-Suche mit DLC
Nach vielen Stunden in Hyrule bleibt für mich gerade diese Suche eine der stärksten Seiten von Breath of the Wild. Die Schreine sind nicht einfach Sammelpunkte auf einer Karte. Sie sind kleine Momente, in denen das Spiel den Spieler dazu bringt, genauer hinzusehen.
Mit dem DLC wird das Gesamtbild noch runder. Die zusätzlichen Prüfungen verändern nicht die offene Welt, aber sie geben einigen Figuren und Regionen mehr Tiefe. Besonders die Verbindung zu den vier Recken macht die Erweiterung interessant für Spieler, die nach dem Hauptabenteuer noch nicht mit Hyrule abschließen wollten.
Wer also wissen möchte, wie viele Schreine es in BOTW inklusive DLC gibt, kann sich an einer klaren Zahl orientieren: 136 Schreine insgesamt. Dahinter steckt aber mehr als nur eine Statistik. Jeder einzelne Schrein erzählt ein kleines Stück über die Welt, ihre Mechaniken und die Art, wie Nintendo Erkundung versteht.
Am Ende ist vielleicht nicht die Zahl das Entscheidende. Es ist eher dieses Gefühl, nach langer Suche auf einem Berg zu stehen, einen neuen Schrein zu entdecken und kurz zu vergessen, dass man eigentlich auf dem Weg zu einem ganz anderen Ziel war. Genau solche Momente machen Breath of the Wild bis heute besonders.
Grafiken und Fotos: Magnific.com

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