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Dead Island 2 Koop ab wann? Ab wann der Koop-Modus in Dead Island 2 verfügbar ist und wie er funktioniert

Wer Dead Island 2 zum ersten Mal startet und direkt mit einem Freund losziehen möchte, erlebt zunächst einen kleinen Dämpfer: Nach dem Absturz und den ersten Schritten durch Bel-Air lässt sich der Koop-Modus noch nicht einschalten. Ich hatte anfangs genau den Eindruck, dass irgendwo eine Einstellung fehlt, dabei ist die Sache viel einfacher. Das Spiel hält den Mehrspieler-Modus für einen kurzen Abschnitt der Kampagne zurück.

Die gute Nachricht: Man muss dafür nicht erst mehrere Stunden spielen oder einen bestimmten Charakter aufleveln. Der Koop wird sehr früh freigeschaltet, und zwar während der Mission „Call the Cavalry“, nachdem man Emma Jaunts Anwesen erreicht und die ersten Aufgaben dort erledigt hat. Laut dem offiziellen Support von PLAION dauert es normalerweise ungefähr 20 bis 30 Minuten, bis dieser Punkt erreicht ist. Wer sich am Anfang ausführlicher umsieht oder Kämpfe anders angeht, kann natürlich etwas länger brauchen.

Der entscheidende Moment kommt beim Verlassen von Emmas Anwesen

Die genaue Stelle ist nützlicher als eine bloße Zeitangabe. In der frühen Kampagne arbeitet man sich durch die ersten Missionen, landet schließlich bei Emma und hilft dabei, das Anwesen gegen die Zombies zu verteidigen. Danach beginnt „Call the Cavalry“. Man kümmert sich noch um einige Gespräche und bekommt unter anderem die ersten Grundlagen rund um Werkbank und Herstellung erklärt.

Der eigentliche Schalter für den Koop fällt erst kurz danach. Wenn Michael euch den Weg durch den hinteren Ausgang ermöglicht und ihr das Anwesen verlasst, erscheint die entsprechende Meldung, dass der Koop-Modus nun verfügbar ist. Ab diesem Moment könnt ihr die Online-Einstellungen verwenden und müsst nicht mehr jedes Mal dieselbe Einführungsstrecke alleine spielen. Genau dieser Übergang wird auch in aktuellen Walkthroughs an der Rückseite des Anwesens als Freischaltpunkt genannt.

Falls ihr also gerade mit einem Freund telefoniert und euch fragt, warum die Einladung noch nicht funktioniert: Nicht nervös werden. Ihr habt nichts falsch eingestellt. Spielt die Einführung bis zum Verlassen von Emmas Haus weiter. Sobald die Freischaltung angezeigt wird, kann die gemeinsame Runde beginnen.

Warum Dead Island 2 den Koop nicht sofort öffnet

Das ist eine dieser kleinen Designentscheidungen, die beim ersten Start etwas lästig wirken, später aber nachvollziehbar sind. Die ersten Abschnitte funktionieren praktisch wie ein Tutorial. Das Spiel führt euch durch die grundlegenden Bewegungen, erste Kämpfe, die wichtigsten Figuren und die Besonderheiten von Hell-A. Würde direkt nach der Charakterauswahl eine Freundeseinladung funktionieren, müsste der Koop diese Einführung stärker berücksichtigen.

Stattdessen bekommt jeder Spieler zunächst einen kurzen Moment, um sich alleine zu orientieren. Das dauert nicht lange. Wer ausschließlich möglichst schnell zu seinen Freunden möchte, sollte in diesem Abschnitt deshalb nicht anfangen, jeden Winkel von Bel-Air abzusuchen. Die ersten Nebenwege laufen euch nicht weg. Sobald der Koop freigeschaltet ist, wird aus dem kurzen Einstieg eine deutlich offenere Spielerfahrung.

So startet ihr danach eine gemeinsame Sitzung

Nach der Freischaltung findet ihr die entsprechenden Online-Optionen in den Spieleinstellungen. Dead Island 2 lässt euch dabei grundsätzlich entscheiden, ob ihr alleine bleiben oder andere Spieler in eure Sitzung lassen möchtet. Für eine private Runde mit Freunden bietet sich eine eingeschränkte Sitzung an, während öffentliche Spiele beziehungsweise Freundessitzungen andere Möglichkeiten bieten.

Eine Besonderheit, die man beim ersten gemeinsamen Abend schnell merkt: Die Sitzungen laufen nicht über klassische dedizierte Server, sondern nach dem Peer-to-Peer-Prinzip. Ein Spieler ist also der Host, während die anderen der Sitzung beitreten. Das erklärt auch, warum die Wahl des Hosts bei technischen Problemen manchmal einen Unterschied macht. PLAION empfiehlt insbesondere bei Konsolen, möglichst auf leistungsfähigeren Geräten zu hosten.

Der Koop ist außerdem auf bis zu drei Spieler ausgelegt. Ihr könnt also zu zweit durch die Straßen von Los Angeles ziehen oder eine kleine Dreiergruppe bilden. Mehr als drei Spieler sind in der Kampagne nicht vorgesehen.

Frage Antwort
Ab wann ist Koop verfügbar? Während „Call the Cavalry“, nachdem ihr Emma’s Anwesen über den hinteren Ausgang verlasst.
Wie lange dauert es ungefähr? Meist etwa 20–30 Minuten, abhängig vom Spieltempo.
Wie viele Spieler? Bis zu drei Spieler gleichzeitig.
Gibt es Couch-Koop? Nein, Dead Island 2 setzt auf Online-Koop.
Gibt es Cross-Play? PC-Versionen auf Steam und Epic Games können miteinander spielen; ein allgemeines Cross-Play zwischen PC und Konsolen gibt es nicht.
Funktioniert Cross-Gen? Ja, innerhalb der jeweiligen Konsolenfamilie ist gemeinsames Spielen zwischen Generationen möglich.

PC, PlayStation und Xbox: Hier liegt eine häufige Verwechslung

Bei Dead Island 2 werden zwei Begriffe gerne durcheinandergebracht: Cross-Gen und Cross-Play. Das ist besonders ärgerlich, wenn drei Freunde mit unterschiedlichen Geräten zusammenspielen wollen.

Cross-Gen bedeutet, dass beispielsweise PlayStation-5- und PlayStation-4-Spieler miteinander spielen können. Dasselbe Prinzip gilt für Xbox One und Xbox Series X|S. Das ist etwas anderes als Cross-Play zwischen verschiedenen Plattformen. Die offizielle FAQ von PLAION nennt für die PC-Versionen inzwischen Cross-Play zwischen Steam und Epic Games. Wer dagegen PC und PlayStation oder Xbox miteinander verbinden möchte, kann diese Plattformgrenzen nicht einfach über eine Einladung umgehen.

Für eine Gruppe sollte man deshalb vor dem Start kurz klären, auf welcher Plattform jeder spielt. Das klingt banal, erspart aber die Situation, in der drei Leute bereits im Sprachchat sitzen und erst dann feststellen, dass die gewünschte Kombination nicht funktioniert.

Was passiert mit dem Spielfortschritt im Koop?

Hier wird es interessanter als bei der bloßen Frage, wann der Modus freigeschaltet wird. Dead Island 2 ist nicht so aufgebaut, dass ein Spieler im Koop einfach für eine Stunde „mitläuft“ und danach wieder exakt dort landet, wo er vorher war. Gleichzeitig gibt es aber Grenzen dafür, wie weit man die Kampagne eines anderen Spielers übernehmen kann.

Am unkompliziertesten ist es, wenn zwei oder drei Spieler ungefähr am gleichen Punkt der Geschichte sind. Dann könnt ihr gemeinsam Missionen erledigen, Beute sammeln, Zombies zerlegen und euch durch die einzelnen Gebiete bewegen, ohne ständig über unterschiedliche Story-Stände zu stolpern.

Der Host bleibt dabei wichtig. Wenn ein Freund beispielsweise deutlich weiter in der Kampagne ist, bedeutet das nicht automatisch, dass ein neuer Charakter dadurch sämtliche Story-Inhalte überspringen kann. Genau hier entstehen einige der Fragen, die man in Spielerforen immer wieder sieht: „Warum kann ich dieser Sitzung nicht beitreten?“ oder „Warum ist die Mission bei mir noch nicht freigeschaltet?“ Die Kampagnenprogression setzt dem gemeinsamen Spiel Grenzen.

Koop verändert auch das Spielgefühl

Technisch funktioniert die Freischaltung schnell, spielerisch merkt man den Unterschied erst nach einigen Kämpfen. Alleine kann ein größerer Zombie-Pulk überraschend unangenehm werden, besonders wenn mehrere Gegner gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen kommen. Mit drei Slayern verteilt sich die Aufmerksamkeit plötzlich völlig anders.

Das heißt nicht, dass Koop einfach nur „leichter“ ist. Gegnergruppen fühlen sich oft chaotischer an, und man verliert schneller den Überblick darüber, wer welchen Zombie gerade bearbeitet. Gerade bei stärkeren Gegnern ist es hilfreich, wenn nicht alle drei Spieler gleichzeitig auf dasselbe Ziel einschlagen. Einer bindet den Gegner, während die anderen die Umgebung nutzen oder sich um zusätzliche Zombies kümmern.

Das macht für mich einen großen Teil des Reizes aus. Dead Island 2 hat ohnehin ein Kampfsystem, das stark auf Nahkampf, Positionierung und improvisierte Situationen setzt. Zu zweit entstehen daraus ständig kleine Geschichten: Einer lockt einen Zombie in eine ungünstige Ecke, der andere tritt eine Tür auf, und plötzlich ist aus einem geplanten Angriff eine ziemlich wilde Prügelei geworden.

Was tun, wenn der Koop trotz Freischaltung nicht funktioniert?

Wenn ihr die Rückseite von Emmas Anwesen bereits verlassen habt und trotzdem keine Verbindung zustande kommt, würde ich nicht sofort die Internetverbindung verdächtigen. Zuerst sollte geklärt werden, ob wirklich alle Beteiligten den gleichen Plattformbereich nutzen und ob die Sitzungseinstellungen des Hosts passen.

Auf PC ist außerdem wichtig, welche Version ihr besitzt. Steam- und Epic-Spieler können inzwischen gemeinsam spielen; für die Verbindung der Freundeslisten kann bei Steam allerdings eine Verknüpfung mit einem Epic-Konto erforderlich sein. PLAION weist ausdrücklich darauf hin, dass der Epic Games Launcher selbst nicht nötig ist, wenn ihr ausschließlich mit anderen Steam-Spielern spielt.

Auf Konsolen kommt zusätzlich die Generation ins Spiel. Die ursprünglichen Informationen zum Koop bestätigen Cross-Gen innerhalb der jeweiligen Plattformfamilie, während die technischen Einschränkungen älterer Konsolen insbesondere beim Hosten einer Sitzung eine Rolle spielen können. PLAION empfiehlt für das Hosting neuere Konsolen beziehungsweise leistungsfähigere Geräte der älteren Generation.

Der beste Zeitpunkt für den gemeinsamen Start

Wenn ihr Dead Island 2 gemeinsam von vorne beginnen wollt, würde ich die ersten 20 bis 30 Minuten einfach als gemeinsame Anlaufphase betrachten. Einer kann dabei schon die Grundlagen kennenlernen, während der andere wartet. Danach lohnt es sich, die eigentliche Gruppe zu bilden und die Kampagne zusammen weiterzuspielen.

Wer dagegen bereits alleine angefangen hat, muss seinen Charakter nicht wegen des Koop-Modus neu erstellen. Die Freischaltung ist an den frühen Story-Fortschritt gebunden, nicht an eine bestimmte Spielfigur oder einen speziellen Level. Das ist angenehm gelöst, weil man dadurch nicht das Gefühl bekommt, für den Mehrspieler-Modus einen zweiten Spielstand vorbereiten zu müssen.

Interessant ist letztlich, wie wenig Aufwand hinter einer Frage steckt, die auf den ersten Blick nach einem größeren System klingt. Man braucht keinen bestimmten Level, keine besondere Waffe und keine seltene Freischaltung. Man spielt die kurze Einführung, erreicht Emma, erledigt den Abschnitt rund um „Call the Cavalry“ und verlässt das Anwesen. Dann öffnet sich die Tür zum Koop.

Und vielleicht ist genau das die sinnvollste Art, an Dead Island 2 heranzugehen: Nicht versuchen, den Einstieg künstlich abzukürzen, sondern ihn einmal sauber durchspielen. Danach beginnt das Spiel ohnehin an dem Punkt, an dem es seine Stärken ausspielen kann. Wenn dann drei Spieler durch Hell-A ziehen, fühlt sich der anfängliche Solo-Abschnitt schnell wie das an, was er eigentlich sein soll – eine kurze Rampe, bevor das eigentliche Chaos beginnt.

Grafiken und Fotos: Magnific.com

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