Wer zum ersten Mal ein Endportal bauen möchte, scheitert erstaunlich oft nicht an den Materialien, sondern an der Ausrichtung der Portalrahmen. Ich erinnere mich noch gut an diese Situation: Zwölf Endportalrahmen stehen scheinbar sauber im Kreis, die Augen des Enders sind eingesetzt – und trotzdem passiert nichts. Kein schwarzer Portalraum, kein Geräusch, einfach nur ein nutzloses Loch im Boden.
Genau deshalb lohnt es sich, beim Bau nicht einfach nur die zwölf Blöcke abzuzählen. Ein Endportal folgt einer sehr bestimmten Anordnung. Und wenn nur ein einziger Rahmen in die falsche Richtung zeigt, lässt es sich nicht aktivieren. Die gute Nachricht: Sobald man verstanden hat, worauf es ankommt, ist der Bau in wenigen Minuten erledigt.
Bevor du anfängst: Welches Endportal möchtest du bauen?
Hier muss man zwischen zwei Situationen unterscheiden. Im Überlebensmodus kannst du einen Endportalrahmen nicht einfach herstellen und an beliebiger Stelle platzieren. Dort führt der normale Weg über eine Festung, genauer gesagt über ein Stronghold. In dessen Portalraum befindet sich bereits ein unvollständiges Endportal, das du mit Augen des Enders aktivierst.
Im Kreativmodus kannst du dagegen Endportalrahmen direkt aus dem Inventar nehmen und ein eigenes Portal bauen. Das ist auch die Variante, um die es in dieser Anleitung geht. Sie eignet sich beispielsweise für eine eigene Basis, eine Adventure-Map oder einfach zum Testen der Mechanik.
Wenn du also im Überlebensmodus spielst und nach einer Möglichkeit suchst, das Portal komplett selbst zu errichten, wirst du an dieser Stelle einen Haken finden: Die benötigten Rahmen sind nicht craftbar. Du kannst dir aber sehr wohl erklären lassen, wie das Portal aufgebaut ist, damit du das gefundene Portal im Stronghold anschließend problemlos aktivierst.
Das brauchst du für ein selbst gebautes Endportal
Für ein vollständiges Portal benötigst du 12 Endportalrahmen und bis zu 12 Augen des Enders. Die Rahmen bilden einen Ring um eine freie Fläche von drei mal drei Blöcken. Diese neun Blöcke in der Mitte werden später durch die eigentliche Portalfläche ersetzt, sobald das Portal aktiviert wurde.
Die Augen des Enders setzt du einzeln in die Rahmen ein. Du musst nicht unbedingt alle zwölf auf einmal bereithalten, wenn du nur ausprobieren möchtest, ob deine Konstruktion korrekt ausgerichtet ist. Praktisch ist es aber, alle Augen vorher im Inventar zu haben, damit du beim Bauen nicht zwischendurch suchen oder herstellen musst.
| Bauteil | Anzahl | Funktion |
|---|---|---|
| Endportalrahmen | 12 | Bildet den äußeren Ring des Portals |
| Auge des Enders | 12 | Aktiviert jeweils einen Portalrahmen |
| Freie Fläche in der Mitte | 3 × 3 Blöcke | Wird zur Portalfläche |
Der entscheidende Punkt: die Ausrichtung der Rahmen
Das ist der Teil, bei dem ich beim Bau eines eigenen Portals besonders sorgfältig bin. Die zwölf Rahmen müssen so stehen, dass ihre dunkle, eingelassene Seite zur Mitte des Portals zeigt. Es reicht also nicht, einfach zwölf Endportalrahmen in einer quadratischen Form auf den Boden zu setzen.
Stell dir den Portalrahmen wie einen Kreis vor, der aus vier Seiten besteht. Auf jeder Seite liegen drei Rahmen. Die Ecken sind dabei nicht mit zusätzlichen Blöcken besetzt. Von oben betrachtet sieht die Konstruktion ungefähr wie ein Quadrat mit einem Loch in der Mitte aus.
Eine einfache Anordnung ist:
- oben drei Endportalrahmen
- unten drei Endportalrahmen
- links drei Endportalrahmen
- rechts drei Endportalrahmen
Das Problem entsteht dadurch, dass sich die Ausrichtung beim Platzieren verändert. Genau deshalb sollte man die Rahmen nicht gedankenlos von außen rund um das Loch setzen. Wenn du dich dabei immer auf derselben Seite befindest, kann mindestens ein Abschnitt falsch herum zeigen.
Die sichere Methode: das Portal von innen bauen
Für mich ist das die angenehmste Variante, weil sie einen typischen Fehler praktisch ausschließt. Stell dich in die Mitte des vorgesehenen drei mal drei großen Lochs und platziere die Endportalrahmen von dort aus nach außen.
Der Grund ist simpel: Beim Platzieren richtet sich der Endportalrahmen so aus, dass seine Portalöffnung zu dir zeigt. Wenn du innerhalb der zukünftigen Portalfläche stehst und die zwölf Rahmen rundherum setzt, zeigen sie anschließend nach innen. Genau das brauchen wir.
Du kannst beispielsweise zuerst drei Rahmen auf einer Seite setzen, dich drehen und die nächsten drei platzieren. Danach folgen die beiden verbleibenden Seiten. Wichtig ist weniger die Reihenfolge als deine Position: Bleib beim Platzieren innerhalb des späteren Portalrings.
Ich würde an dieser Stelle auch nicht versuchen, die Rahmen auf eine komplizierte Konstruktion zu setzen. Eine ebene Fläche reicht vollkommen. Baue das Portal dort, wo du später bequem hineinlaufen kannst, und achte darauf, dass die neun Blöcke in der Mitte frei bleiben.
So setzt du die zwölf Endportalrahmen richtig
Markiere dir zunächst gedanklich oder mit normalen Baublöcken eine Fläche von fünf mal fünf Blöcken. Die äußeren vier Ecken bleiben frei, während die vier Seiten jeweils drei Portalrahmen bekommen. Die Mitte des Gebildes bleibt frei.
Wenn du bereits in der Mitte stehst, setzt du zunächst drei Rahmen vor dich. Drehe dich danach um 90 Grad und setze die nächsten drei. Wiederhole das, bis alle vier Seiten vollständig sind. Kontrolliere anschließend kurz von oben oder aus einem leicht erhöhten Blickwinkel, ob du tatsächlich zwölf Rahmen hast.
Hier lohnt sich eine kleine Kontrolle vor dem nächsten Schritt. Jeder Rahmen sollte zur Mitte zeigen. Wenn du bei einem Block unsicher bist, schau auf die Innenseite des Rahmens. Die Form sollte sich logisch in Richtung der neun freien Felder in der Mitte öffnen.
Jetzt kommen die Augen des Enders
Sobald die Rahmen korrekt stehen, setzt du in jeden einzelnen Block ein Auge des Enders. Das funktioniert genauso wie das Einsetzen eines Gegenstands in bestimmte andere Blöcke: Du zielst auf den Endportalrahmen und verwendest das Auge des Enders darauf.
Du erkennst sofort, ob die Konstruktion funktioniert. Bei einem korrekt aufgebauten Ring entsteht beim letzten eingesetzten Auge die dunkle Portalfläche in der Mitte. Die neun freien Felder verschwinden optisch in der bekannten schwarzen Oberfläche des Endportals.
Das bedeutet auch: Du musst nicht nach einem speziellen Knopf oder Hebel suchen. Das Portal aktiviert sich automatisch, sobald die Konstruktion vollständig und richtig ausgerichtet ist.
Das Portal bleibt dunkel? Dann nicht alles wieder abreißen
Wenn nach dem letzten Auge nichts passiert, würde ich nicht sofort das gesamte Portal abbauen. In den meisten Fällen liegt es an der Ausrichtung eines oder mehrerer Rahmen. Genau hier spart eine kurze Kontrolle viel Zeit.
Schau dir zuerst die zwölf Rahmen von oben an. Sind es wirklich drei auf jeder Seite? Sind die vier Ecken frei? Liegen die Rahmen auf derselben Höhe? Und vor allem: Zeigen die Öffnungen aller Rahmen zur Mitte?
Wenn du das Portal von außen gebaut hast, ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausrichtungsfehlers deutlich höher. Dann kann es schneller gehen, die betroffenen Rahmen abzubauen und aus der Mitte heraus neu zu platzieren, statt jeden einzelnen Block lange zu untersuchen.
Auch die Augen des Enders solltest du kontrollieren. Jeder der zwölf Rahmen benötigt ein Auge. Ein einziger leerer Rahmen reicht aus, damit das Portal nicht aktiviert wird.
Kann man ein Endportal im Überlebensmodus selbst bauen?
Nein, zumindest nicht auf dem normalen Weg. Das ist eine der Stellen in Minecraft, an denen Kreativ- und Überlebensmodus deutlich auseinanderliegen. Endportalrahmen gehören nicht zu den Blöcken, die du an einer Werkbank aus gewöhnlichen Ressourcen herstellen kannst.
Im Überlebensmodus musst du deshalb ein Stronghold finden. Dafür sind die Augen des Enders selbst hilfreich: Wirfst du eines, zeigt es dir grob die Richtung zum nächsten Stronghold. Nach einigen Würfen lässt sich die Position immer genauer eingrenzen.
Im Portalraum des Strongholds findest du dann das bereits vorhandene Endportal. Manche Rahmen enthalten dort schon ein Auge des Enders, andere sind leer. Du setzt die fehlenden Augen ein, bis alle zwölf Plätze gefüllt sind.
Das ist übrigens auch der Grund, warum ich davon abraten würde, sich im Überlebensmodus unnötig Gedanken über den Bau eines eigenen Portalrahmens zu machen. Wenn du tatsächlich ins Ende möchtest, ist die Suche nach dem Stronghold der vorgesehene Weg.
Ein kleiner Fehler, der beim ersten Versuch besonders häufig passiert
Viele Spieler bauen das Portal wie einen normalen Rahmen: Sie stellen sich außerhalb auf und platzieren die Blöcke rund um die Öffnung. Das sieht auf den ersten Blick völlig richtig aus. Danach werden die Augen eingesetzt – und das Portal bleibt stumm.
Der optische Eindruck täuscht hier. Ein Endportalrahmen hat eine bestimmte Richtung, und diese Richtung wird beim Platzieren berücksichtigt. Zwei Konstruktionen können von oben fast identisch aussehen und sich trotzdem unterschiedlich verhalten.
Deshalb würde ich mir die vermeintlich komplizierte Lösung gar nicht erst angewöhnen. Stell dich in die Mitte, setze die Rahmen von innen und arbeite dich einmal rundherum. Das ist schneller, als später zwölf Blöcke einzeln auf ihre Ausrichtung zu überprüfen.
Was passiert, wenn du ins Endportal springst?
Sobald die Portalfläche aktiv ist, kannst du sie wie ein normales Portal betreten. Nach kurzer Zeit wirst du ins Ende teleportiert. Dort beginnt allerdings nicht einfach nur eine weitere Landschaftsregion: Die Umgebung besteht aus den Endinseln, und in der zentralen Dimension wartet der Enderdrache.
Gerade wenn du das Portal in einer Survival-Welt zum ersten Mal erreichst, würde ich nicht einfach mit leerem Inventar hineinspringen. Das Ende ist kein Ort, an dem ein spontaner Ausflug immer harmlos endet. Einmal aktiviert, bleibt das Portal aber an seinem Platz, sodass du später wieder dorthin zurückkehren kannst.
Für eine kreative Welt ist das Portal dagegen ein schönes Bauprojekt, weil man seine Position völlig frei bestimmen kann. Ich habe solche Portale schon als Teil von unterirdischen Hallen, als Mittelpunkt einer Festung oder bewusst etwas versteckt unter einer Basis gesehen. Gerade weil die eigentliche Portalfläche so schlicht aussieht, wirkt sie in einer gut gebauten Umgebung überraschend stark.
Warum der Bau einfacher ist, als er zunächst aussieht
Ein Endportal besteht technisch gesehen aus sehr wenigen Teilen. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Menge der benötigten Ressourcen, sondern darin, die Rahmen in der richtigen Orientierung zusammenzubringen. Sobald man das verstanden hat, ist die Konstruktion beinahe mechanisch.
Wenn dein selbst gebautes Portal nicht aktiviert wird, würde ich deshalb immer zuerst die Geometrie und Ausrichtung überprüfen, bevor du nach einem seltenen Fehler suchst. Zwölf Rahmen, vier Seiten mit jeweils drei Blöcken, freie Ecken, neun Felder in der Mitte und ein Auge in jedem Rahmen – mehr steckt hinter dem Aufbau nicht.
Und vielleicht ist genau das der angenehme Teil daran: Ein Portal ins Ende wirkt im Spiel wie ein ziemlich großes Ereignis, obwohl seine eigentliche Konstruktion erstaunlich klein ist. Man steht vor zwölf unscheinbaren Rahmen, setzt das letzte Auge ein und plötzlich ist da diese schwarze Fläche, die einen Schritt später in eine völlig andere Welt führt. Wer beim Bauen einmal auf die Ausrichtung achtet, braucht dafür keine komplizierte Technik – nur ein wenig Geduld beim ersten Kreis.
Grafiken und Fotos: Magnific.com
Neue Games ausprobieren, Spielmechaniken hinterfragen und gelegentlich an völlig absurden Bugs verzweifeln – genau das macht den Reiz aus. Im Mittelpunkt stehen ehrliche Eindrücke, überraschende Entdeckungen und die Frage, ob ein Spiel wirklich Spaß macht.