Als ich in Hogwarts Legacy zum ersten Mal auf eines der leuchtenden Kreise von Merlin gestoßen bin, dachte ich noch, dass es sich um kleine Nebenaufgaben handelt, die man schnell zwischen zwei Quests erledigt. Nach den ersten Versuchen wurde aber klar: Diese Rätsel sind mehr als nur kurze Unterbrechungen auf dem Weg durch die offene Welt. Manche sind in wenigen Sekunden gelöst, andere lassen einen mitten in der Landschaft stehen und überlegen, welches Detail man gerade übersehen hat.
Gerade bei Merlins Prüfungen passiert es häufig, dass man die Lösung eigentlich schon vor Augen hat, aber die Mechanik nicht richtig verstanden wurde. Deshalb habe ich mir die verschiedenen Varianten genauer angesehen und die Lösungen so zusammengestellt, wie ich sie selbst beim Spielen gebraucht hätte: nicht als trockene Liste, sondern mit Hinweisen, worauf man achten sollte und welche kleinen Tricks Zeit sparen.
Wie Merlins Rätsel in Hogwarts Legacy funktionieren
Merlins Rätsel werden erst freigeschaltet, nachdem man die Nebenquest rund um Nora Treadwell abgeschlossen hat. Dafür benötigt man Malvenkraut, das man auf die Aktivierungspunkte der Prüfungen legt. Danach erscheinen überall in der Spielwelt die typischen Steinkreise, die auf der Karte mit einem Blatt-Symbol markiert werden.
Die Grundidee ist immer gleich: Merlin hat eine kleine Prüfung vorbereitet, bei der man mit Zaubern, Bewegung oder der Umgebung interagieren muss. Der Unterschied liegt in den Aufgaben selbst. Während manche Rätsel mit einem einfachen Zauber gelöst werden, verlangen andere etwas mehr Aufmerksamkeit, weil bestimmte Objekte erst gefunden oder richtig angeordnet werden müssen.
Was viele Spieler am Anfang übersehen: Nicht jedes Rätsel beginnt direkt sichtbar. Oft lohnt es sich, nach der Aktivierung kurz stehen zu bleiben und die Umgebung zu beobachten. Fackeln, Säulen, kleine Steinkugeln oder zerstörbare Gegenstände werden meistens erst danach relevant.
Die verschiedenen Arten von Merlins Rätseln und ihre Lösungen
Nach vielen Stunden in der offenen Welt erkennt man schnell bestimmte Muster. Die Rätsel sehen zwar unterschiedlich aus, gehören aber nur zu wenigen Kategorien. Sobald man diese versteht, verlieren auch die komplizierteren Prüfungen ihren Schrecken.
| Rätseltyp | Lösung | Hilfreicher Hinweis |
|---|---|---|
| Steinsäulen mit Symbolen | Die Säulen müssen mit Flipendo gedreht werden, bis die Symbole zusammenpassen. | Die richtige Position erkennt man an der Verbindung zwischen oberem und unterem Teil. |
| Zerbrechende Kugeln | Alle kleinen Steinkugeln in der Umgebung mit einem Zauber zerstören. | Mit Revelio lassen sich versteckte Kugeln leichter finden. |
| Schmetterlinge | Die Schmetterlinge mit Lumos aufnehmen und zu den passenden Steinen führen. | Nicht zu schnell laufen, sonst verlieren sie den Kontakt. |
| Feuerstellen | Die Fackeln müssen mit Feuerzaubern entzündet werden. | Manchmal zählt die Reihenfolge, besonders wenn mehrere Säulen unterschiedlich hoch sind. |
| Steinkugeln und Vertiefungen | Große Kugeln mit Wingardium Leviosa oder Accio in die Mulden bewegen. | Die Kugeln liegen oft etwas entfernt vom eigentlichen Rätsel. |
Die Schmetterlings-Rätsel: Lumos richtig einsetzen
Diese Variante gehört zu den Rätseln, die beim ersten Mal etwas verwirrend wirken. Man aktiviert eine Gruppe kleiner Steinstrukturen und plötzlich erscheinen leuchtende Schmetterlinge. Die Lösung ist eigentlich simpel: Mit Lumos nimmt man die Schmetterlinge mit und führt sie zu den passenden Steinen.
Der häufigste Fehler ist, zu weit wegzulaufen oder die Richtung zu wechseln, ohne auf die Gruppe zu achten. Die Schmetterlinge folgen zwar, aber sie brauchen einen Moment. Ich habe mir angewöhnt, langsam zu gehen und regelmäßig zu prüfen, ob sie noch hinter mir sind.
Mit Revelio findet man außerdem die Zielsteine leichter, besonders wenn das Gelände unübersichtlich ist. Gerade in Wäldern oder an Hängen verstecken sich diese manchmal ein Stück abseits vom Startpunkt.
Die Steinsäulen mit Symbolen lösen
Bei diesen Prüfungen stehen meistens mehrere Säulen mit verschiedenen Zeichen herum. Die Aufgabe besteht darin, die obere Hälfte so zu drehen, dass das Symbol zur unteren Hälfte passt. Dafür benötigt man Flipendo.
Am Anfang habe ich versucht, einfach herumzuprobieren, bis es funktioniert. Das kostet allerdings unnötig Zeit. Besser ist es, kurz auf die Muster zu achten. Jede Säule hat eine klare Kombination, und wenn das obere Symbol richtig ausgerichtet ist, verschwindet die Unsicherheit sofort.
Ein kleiner Trick: Nicht jede Säule muss von der gleichen Seite betrachtet werden. Manchmal sieht ein Symbol falsch aus, obwohl es aus einem anderen Blickwinkel bereits richtig wäre. Ein kurzer Wechsel der Position spart hier mehrere Versuche.
Die Feuer-Rätsel mit Fackeln und Säulen
Diese Prüfungen gehören zu meinen Favoriten, weil sie zeigen, wie Hogwarts Legacy mit der Umgebung arbeitet. Mehrere Steinsäulen stehen auf einer Fläche und müssen entzündet werden. Der Haken: Die Flammen verschwinden wieder, wenn man zu lange wartet.
Meistens sollte man mit der höchsten Säule beginnen und sich nach unten arbeiten. Der Grund ist einfach: Die Säulen sinken teilweise in den Boden, sobald sie aktiviert werden. Dadurch kann man die Reihenfolge besser kontrollieren.
Für die meisten dieser Aufgaben reicht Incendio. Wenn die Entfernung größer ist, funktioniert auch Confringo besser. Besonders in späteren Gebieten spart der stärkere Zauber viel Lauferei.
Steinkugeln zerstören und versteckte Objekte finden
Eine der einfachsten Varianten wird gleichzeitig oft übersehen. Kleine Gruppen von runden Steinkugeln müssen zerstört werden. Sie befinden sich meistens in der Nähe des Merlin-Kreises, aber nicht immer direkt daneben.
Hier ist Revelio fast unverzichtbar. Der Zauber zeigt nicht nur Gegner und Truhen, sondern macht auch viele Rätselobjekte sichtbar. Wenn eine Prüfung scheinbar nicht abgeschlossen wird, fehlt meistens genau eine Kugel hinter einem Felsen oder in einem Busch.
Zum Zerstören eignen sich verschiedene Zauber. Ein schneller Basiszauber reicht häufig aus, aber starke Angriffe wie Confringo erledigen mehrere Ziele schneller, wenn sie nah beieinander liegen.
Große Steinkugeln in die Vertiefungen bringen
Bei dieser Variante muss man eine große Kugel finden und in eine runde Bodenöffnung bewegen. Die Kugel liegt häufig nicht direkt am Rätselort, sondern irgendwo in der Umgebung.
Viele Spieler versuchen zuerst, die Kugel mit normalen Bewegungen zu schieben. Das funktioniert selten angenehm. Mit Zaubern wie Accio oder Wingardium Leviosa geht es deutlich kontrollierter. Besonders Wingardium Leviosa ist hilfreich, wenn die Kugel über unebenes Gelände bewegt werden muss.
Manchmal befinden sich mehrere Kugeln in der Nähe, aber nur eine davon gehört zur Prüfung. Der richtige Stein lässt sich normalerweise durch seine Größe und Position erkennen.
Tipps, die mir beim Abschließen aller Merlins Rätsel geholfen haben
Nach einiger Zeit merkt man, dass nicht die Rätsel selbst das größte Problem sind, sondern das Finden der richtigen Lösungsidee. Deshalb gibt es ein paar Gewohnheiten, die das Ganze deutlich angenehmer machen.
- Vor jedem Rätsel einmal die Umgebung mit Revelio absuchen.
- Nicht sofort Zauber einsetzen, sondern zuerst prüfen, welche Objekte neu erschienen sind.
- Bei unklaren Aufgaben die Kamera drehen – viele Lösungen verstecken sich hinter der aktuellen Blickrichtung.
- Die Karte nutzen, um bereits erledigte Merlin-Prüfungen im Blick zu behalten.
Ein weiterer Punkt, den ich erst spät bemerkt habe: Merlins Rätsel sind nicht nur wegen der Erfahrungspunkte interessant. Durch das Abschließen erhält man zusätzliche Inventarplätze. Gerade am Anfang des Spiels ist das eine große Erleichterung, weil man deutlich seltener Gegenstände zerstören oder verkaufen muss.
Warum sich Merlins Rätsel trotz der Wiederholungen lohnen
Nicht jede Prüfung fühlt sich einzigartig an. Nach der zehnten oder zwanzigsten Variante erkennt man natürlich die Muster. Trotzdem haben diese kleinen Aufgaben ihren eigenen Reiz. Sie bringen einen dazu, die Landschaft genauer anzusehen und Orte zu entdecken, an denen man sonst vielleicht einfach vorbeigelaufen wäre.
Beim normalen Durchspielen konzentriert man sich oft auf Quests, Kämpfe und die Geschichte rund um Hogwarts. Die Merlin-Prüfungen sind dagegen eine ruhigere Beschäftigung. Man steht kurz in einer schönen Landschaft, löst ein kleines Problem und zieht weiter.
Gerade deshalb finde ich sie passend für die Welt von Hogwarts Legacy. Sie fühlen sich nicht wie reine Checklisten-Aufgaben an, solange man sie nicht nur schnell auf der Karte abarbeitet. Wer sich die Zeit nimmt, die Umgebung wahrzunehmen, bekommt neben den Belohnungen auch viele kleine Momente, die sonst verloren gehen würden.
Mein letzter Hinweis zu Merlins Prüfungen
Wenn eine Prüfung nicht sofort funktioniert, liegt es meistens nicht daran, dass die Lösung kompliziert ist. In fast allen Fällen fehlt nur ein kleines Detail: eine versteckte Kugel, eine falsch gedrehte Säule oder ein Objekt, das man noch nicht aktiviert hat.
Merlins Rätsel belohnen weniger schnelles Reagieren als genaues Beobachten. Sobald man die wenigen Mechaniken verstanden hat, werden die Prüfungen zu einer angenehmen Routine auf der Reise durch die Zaubererwelt. Und manchmal bleibt man nach der Lösung noch einen Moment stehen – nicht wegen der Belohnung, sondern weil man gerade einen weiteren kleinen Winkel dieser Welt entdeckt hat.
Grafiken und Fotos: Magnific.com
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