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Schnappt Hubi McDonald’s Anleitung – Spielanleitung und Tipps zu Schnappt Hubi McDonald’s Edition

Bei der McDonald’s-Ausgabe von Schnappt Hubi! ist die erste Überraschung meist nicht Hubi selbst, sondern die Größe des Spiels. Wer die normale Ravensburger-Version kennt, erwartet schnell das große Spukhaus mit elektronischem Kompass. Die Happy-Meal-Variante ist dagegen deutlich kompakter und funktioniert nach einem anderen Prinzip. Genau deshalb habe ich schon erlebt, dass beim ersten Aufbau unnötig lange in der falschen Anleitung gesucht wurde.

Die McDonald’s-Version orientiert sich am kleinen Schnappt Hubi!-Mitbringspiel von Ravensburger. Es handelt sich also nicht einfach um das große elektronische Brettspiel in kleiner Verpackung. Die Variante ist für 2 bis 4 Spieler ab 5 Jahren gedacht und spielt sich in etwa 10 bis 15 Minuten. Der Kern bleibt aber derselbe: Ihr arbeitet zusammen, erkundet das Spukhaus und müsst Hubi finden, bevor die Uhr Mitternacht erreicht.

Was bei der McDonald’s-Version eigentlich vor euch liegt

Wenn das Spiel gerade aus der Verpackung kommt, sieht das Material zunächst etwas unscheinbar aus. Zum Spiel gehören das kleine Spukhaus, vier Spielfiguren, zwölf Vorhänge, zehn Futterchips mit Käse- und Karottenseiten sowie der magische Kompass mit Uhr. Die normale Mitbringspiel-Ausgabe von Ravensburger enthält genau diese Grundausstattung. Die McDonald’s-Ausgabe wird häufig als Happy-Meal- oder McDonald’s-Edition bezeichnet und ist entsprechend kompakt gehalten.

Das Spukhaus besteht aus vier Teilen, die zu insgesamt neun Räumen zusammengesetzt werden. Die Vorhänge kommen an die zwölf Wände. Dahinter verbergen sich die Informationen, die ihr während der Partie nach und nach entdecken müsst. Der Kompass wird nicht elektronisch verwendet wie beim großen Brettspiel; er liefert euch stattdessen über den drehbaren Pfeil die jeweiligen Aktionen und über die Uhr den Zeitdruck.

Ein kleiner Unterschied macht beim Aufbau viel aus: Mindestens eine Maus und ein Hase müssen mitspielen. Das ist keine Nebensache, weil beide Tierarten unterschiedliche Durchgänge benutzen können. Ein Mauseloch ist für die Maus gedacht, während ein Hasenfenster nur vom Hasen passiert werden kann.

Der Aufbau entscheidet darüber, ob die Partie funktioniert

Ich würde beim Aufbau nicht einfach alle Teile möglichst schnell auf den Tisch stellen. Gerade bei dieser kleinen Version ist es leicht, versehentlich zu erkennen, wo sich die Zaubertür befindet. Genau das soll verhindert werden.

Setzt zunächst die vier Teile des Spukhauses so zusammen, dass neun Räume entstehen. Die Zaubertür wird dabei eingesetzt. Danach hängt ihr an alle zwölf Wände einen Vorhang. Die Vorhänge sollten möglichst eng anliegen, damit niemand schon beim Aufbau sieht, welche Wand später welchen Durchgang zeigt.

Jetzt kommt der kleine, aber wichtige Kniff: Hebt das Spukhaus an und dreht es ein paar Mal. Dadurch verliert ihr die Orientierung und könnt euch nicht mehr einfach merken, an welcher Stelle die Zaubertür steckt. Genau diese Suche ist ein Teil des Spiels.

Die vier Figuren werden anschließend auf verschiedene Eckräume verteilt. Bei weniger als vier Spielern werden nicht alle Figuren benötigt. Entscheidend bleibt, dass sowohl eine Maus als auch ein Hase im Spiel sind.

Die zehn Futterchips werden mit der sichtbaren Seite nach oben gemischt. Einer davon wird beiseitegelegt. Bei mehreren Hasen wird zusätzlich ein Käsechip aussortiert, bei mehreren Mäusen ein Karottenchip. Danach kommt in jeden der neun Räume ein verdeckter Futterchip. Die Uhr des Kompasses steht zu Beginn auf 12 Uhr.

So läuft ein Zug wirklich ab

Der jüngste Spieler beginnt, danach geht es der Reihe nach weiter. Was mir an dieser Version gefällt: Ihr müsst nicht still für euch spielen. Absprachen sind ausdrücklich Teil des Spiels. Gerade mit jüngeren Kindern sollte man deshalb nicht versuchen, ihnen jede Entscheidung abzunehmen. Viel interessanter wird es, wenn die Gruppe gemeinsam überlegt, welcher Weg sinnvoll sein könnte.

Wer am Zug ist, stößt den Pfeil des magischen Kompasses an. Je nachdem, wo der Pfeil landet, wird eine bestimmte Aktion ausgelöst. Zeigt er auf ein Uhrfeld, wird die Uhr um eine Stunde weitergestellt. Landet der Pfeil auf dem Hubi-Feld, hat das vor dem Öffnen der Zaubertür noch keine besondere Bedeutung; in dieser ersten Phase zählt nur das Würfelsymbol.

Das Würfelsymbol bestimmt, ob ihr eine, zwei oder drei Aktionen ausführen dürft. Nicht verbrauchte Aktionspunkte müssen nicht zwangsläufig eingesetzt werden. Das ist praktisch, denn manchmal ist eine Bewegung sinnvoller als das Aufdecken eines weiteren Vorhangs.

Eine mögliche Aktion besteht darin, im Raum der eigenen Figur einen Vorhang zu entfernen. Damit wird eine Wand sichtbar. Ist die Wand ohne Vorhang frei zugänglich, kann sich eine Figur in den angrenzenden Raum bewegen. Bei einem freien Durchgang dürfen beide Tierarten passieren.

Bei einem Mauseloch darf nur die Maus hindurch. Ein Hase muss einen anderen Weg suchen. Beim Hasenfenster ist es genau umgekehrt: Dort kommt der Hase durch, die Maus nicht. Die Zaubertür wiederum bleibt für alle Figuren gesperrt, solange sie geschlossen ist.

Die Zaubertür ist der Wendepunkt der Partie

Die Suche nach der Zaubertür ist mehr als eine reine Gedächtnisaufgabe. Sobald ihr sie entdeckt habt, müssen zunächst zwei Tiere so positioniert werden, dass sich eines vor und eines hinter der Tür befindet. Erst dann darf eine weitere Aktion verwendet werden, um die Zaubertür zu öffnen.

In diesem Moment beginnt die zweite Hälfte des Spiels. Hubi ist aufgewacht und aus dem reinen Erkunden wird eine richtige Verfolgungsjagd. Jetzt bekommt auch das Hubi-Feld auf dem Kompass seine Bedeutung.

Von nun an könnt ihr in einem Raum nach Hubi suchen. Dafür wird der dort liegende Futterchip umgedreht. Allerdings können die Tierarten nicht beliebig nach Hinweisen suchen: Hasen decken Karottenchips auf, Mäuse Käsechips. Das ist einer der Punkte, an denen sich die Gruppe gut absprechen sollte. Wenn eine Maus einen Karottenchip kontrolliert, bringt euch das bei der Suche nicht weiter.

Der aufgedeckte Chip bleibt anschließend offen liegen. Dadurch entsteht nach und nach ein Bild davon, welche Räume für Hubi noch infrage kommen.

Was passiert, wenn der Kompass Hubi anzeigt?

Hier wird die Sache etwas gemeiner, denn Hubi bleibt nicht unbedingt dort, wo ihr ihn zuletzt vermutet habt. Zeigt der Pfeil des Kompasses auf das Hubi-Feld, bewegt sich das Gespenst.

Solange Hubi noch nicht gefunden wurde, werden dafür zwei benachbarte Käse- oder Karottenchips miteinander vertauscht. Sind keine passenden benachbarten Chips vorhanden, passiert nichts. Ihr könnt Hubi also nicht direkt sehen, aber seine mögliche Position verändert sich durch das Tauschen der Chips.

Wurde Hubi bereits entdeckt, funktioniert die Bewegung anders. Dann wird der Hubi-Chip mit dem Chip eines angrenzenden Raumes vertauscht. Allerdings muss Hubi danach in einem leeren Raum liegen. Befindet sich dort bereits eine Figur, ist dieser Tausch nicht erlaubt.

Situation Was ihr tun könnt Worauf ihr achten müsst
Vorhang noch geschlossen Vorhang im eigenen Raum entfernen Erst danach wird der Durchgang sichtbar
Freier Durchgang Figur in den Nachbarraum bewegen Maus und Hase dürfen passieren
Mauseloch Maus hindurchbewegen Der Hase bleibt draußen
Hasenfenster Hasen hindurchbewegen Die Maus kann diesen Weg nicht nehmen
Zaubertür geschlossen Nicht passieren Erst korrekt positionieren und öffnen
Hubi entdeckt Zweite Figur zu Hubi bringen Die Uhr läuft weiter

Der häufigste Fehler: zu früh auf Hubi hoffen

Bei einer ersten Partie entsteht schnell der Eindruck, man müsse möglichst viele Räume aufdecken. Ganz falsch ist das nicht, aber wahlloses Aufdecken kostet euch Zeit und hilft der Gruppe nicht immer weiter. Sobald ihr einen sinnvollen Weg kennt, sollte die Bewegung der Figuren mit der Suche nach den passenden Futterchips verbunden werden.

Besonders nützlich ist es, die Rollen der Figuren im Kopf zu behalten. Eine Maus kann einen bestimmten Durchgang nutzen, den der Hase nicht verwenden kann. Dafür kann der Hase ein Hasenfenster passieren. Wer beide Tierarten geschickt verteilt, kann manche Wege deutlich schneller öffnen.

Auch die Positionen der Figuren sollten nicht zufällig gewählt werden. Wenn bereits mehrere Wege sichtbar sind, lohnt es sich, nicht alle Tiere in dieselbe Richtung zu schicken. Zwei Figuren in unterschiedlichen Teilen des Hauses können mehr Informationen sammeln und später außerdem schneller reagieren, wenn Hubi gefunden wird.

Was ich bei Kindern nicht sofort korrigieren würde

Bei diesem Spiel kommt es erstaunlich oft vor, dass Erwachsene zu schnell eingreifen. Ein Kind sieht einen möglichen Weg und möchte ihn ausprobieren, während jemand daneben bereits weiß, dass eine Maus dort nicht durchkommt. Ich würde solche Situationen nicht jedes Mal sofort verhindern. Die Begrenzungen durch Mauseloch und Hasenfenster versteht man wesentlich schneller, wenn man einmal selbst vor einer blockierten Wand steht.

Interessanter ist es, Fragen zu stellen: „Wer könnte hier durch?“ oder „Welche Figur steht näher an diesem Raum?“ Damit bleibt die Entscheidung bei den Spielern. Gerade weil das Spiel kooperativ ist, funktioniert es besser, wenn nicht eine Person die gesamte Partie dirigiert.

Wenn Hubi gefunden ist, zählt plötzlich jeder Schritt

Sobald der Hubi-Chip aufgedeckt wird, verändert sich die Stimmung am Tisch meistens sofort. Jetzt geht es nicht mehr darum, möglichst viel herauszufinden. Die Gruppe kennt das Ziel: Eine zweite Figur muss in Hubis Raum gelangen.

Stehen zufällig bereits zwei Tiere in dem Raum, in dem Hubi entdeckt wird, ist die Partie sogar sofort gewonnen. In allen anderen Fällen muss die zweite Figur so schnell wie möglich dorthin bewegt werden. Dabei bleiben die Bewegungsregeln bestehen. Ein Hase kann nicht plötzlich durch ein Mauseloch gehen, nur weil die Uhr drängt.

Erreicht die Uhr Mitternacht, ist das Spiel normalerweise verloren. Eine kleine Ausnahme sollte man bei der ersten Partie nicht übersehen: Nachdem die Uhr auf 12 gestellt wurde, dürfen die durch das Würfelsymbol angezeigten Aktionen noch ausgeführt werden. Schafft ihr es mit dieser letzten Gelegenheit, die zweite Figur zu Hubi zu bringen, gewinnt ihr trotzdem.

Eine einfache Möglichkeit, das Spiel schwieriger zu machen

Wenn die normale Partie irgendwann zu leicht wird, muss man keine eigenen Hausregeln erfinden. Die Anleitung sieht bereits eine Profi-Variante vor. Statt die Uhr bei 12 zu starten, beginnt ihr mit der Zeigerstellung auf 3, 4 oder 5 Uhr.

Damit wird die verfügbare Zeit deutlich kürzer. Das verändert die Partie stärker, als man zunächst vermutet. Plötzlich kann es sinnvoll sein, einen Vorhang nicht mehr aufzudecken, sondern eine Figur zu bewegen. Auch Diskussionen am Tisch werden kürzer, weil ihr euch nicht mehr jede Möglichkeit in Ruhe anschauen könnt.

Für jüngere Spieler würde ich allerdings zunächst mit der normalen Einstellung spielen. Der Reiz von Schnappt Hubi entsteht nicht dadurch, dass man möglichst schnell verliert, sondern durch das Gefühl, dass die Gruppe einen kleinen Plan entwickelt und dieser Plan durch die nächste Bewegung des Gespenstes wieder durcheinandergebracht werden kann.

Mein Tipp für die erste Runde mit der McDonald’s Edition

Wenn das Spiel gerade erst aus dem Happy Meal kommt und niemand die Regeln kennt, würde ich die erste Partie bewusst langsam angehen. Baut das Spukhaus gemeinsam auf, erklärt den Unterschied zwischen Maus und Hase und zeigt einmal, wie ein freier Durchgang, ein Mauseloch und ein Hasenfenster funktionieren. Danach kann die Partie eigentlich schon laufen.

Besonders wichtig ist, nicht die Regeln des großen elektronischen Schnappt Hubi! auf diese kleine Ausgabe zu übertragen. Die McDonald’s-Version beziehungsweise Happy-Meal-Ausgabe hat ihren eigenen Ablauf. Es gibt keine elektronische Sprachsteuerung und keine großen Schwierigkeitsstufen des Hauptspiels. Stattdessen arbeitet ihr mit Vorhängen, Futterchips, dem drehbaren Kompass und der Uhr.

Gerade dadurch hat das kleine Spiel seinen eigenen Charme. Es wirkt zunächst wie eine stark vereinfachte Version, verlangt aber erstaunlich viel Absprache. Ein Kind kann den richtigen Weg entdecken, ein anderes erinnert sich an einen bereits geöffneten Durchgang, und plötzlich wird aus ein paar Pappteilen eine kleine gemeinsame Detektivarbeit.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum die McDonald’s-Ausgabe nicht einfach wie ein beliebiges Beigabenspiel wirkt. Hubi ist nicht interessant, weil seine Regeln besonders kompliziert wären. Interessant wird er in dem Moment, in dem vier Spieler gemeinsam vor einem kleinen Spukhaus sitzen und jeder glaubt, ungefähr zu wissen, wo das Gespenst sein könnte. Dann wird der nächste Dreh am Kompass plötzlich wichtiger, als man es bei einem Spiel aus einem Happy Meal erwarten würde.

Grafiken und Fotos: Magnific.com

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